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Wie sich die EU-Bio-Kontrollen in Rumänien verbessert haben

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


EU- und Rumänien-Flaggen
Symbolbild EU- und Rumänien-Flaggen © Pixabay/michelbossart

Die für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Generaldirektion hat im April dieses Jahres das Öko-Kontrollsystem Rumäniens inspiziert. Der jetzt veröffentlichte Audit-Bericht bestätigt dem Mitgliedsstaat Fortschritte, bemängelt aber immer noch zahlreiche Details.

Fortschritte bei den EU-Öko-Kontrollen in Rumänien

Lobend erwähnt der Bericht die Anstrengungen Rumäniens, die Überwachung der Ökokontrollstellen zu verbessern. Auch sei die Kommunikation zwischen den Kontrollstellen besser geworden und die Kontrolle in den meisten Fällen effektiv. All das waren Punkte, die beim letzten EU-Audit im Jahr 2013 bemängelt wurden.

Gebliebene Mängel bei den EU-Öko-Kontrollen in Rumänien

Schwächen stellte das Audit weiterhin bei der Untersuchung von grenzüberschreitenden Auffälligkeiten fest. Bei größeren Verstößen gegen die Öko-Standards funktioniere der schnelle Austausch zwischen Kontrollsstellen und Behörden nicht immer, so dass die erforderlichen Maßnahmen nicht rechtzeitig getroffen werden könnten. Auch melde das Landwirtschaftsministerium nicht alle einschlägigen Fälle der EU-Datenbank OFIS und reagiere auch nicht immer zeitnah auf die OFIS-Meldungen anderer Mitgliedsstaaten.

Der Bericht schildert einen konkreten Fall: Darin reichte ein rumänischer Händler getrocknete Pflaumen aus Serbien und Moldawien ohne ausreichende Öko-Zertifikate nach Frankreich weiter. Der Händler wurde vier Monate später suspendiert. Nach weiteren drei Monaten verloer er die Zertifizierung. Obwohl er nach rumänischem Recht damit für fünf Jahre für Bio-Geschäfte gesperrt wäre, wurde er von einer anderen Kontrollstelle wieder ins Öko-Kontrollsystem aufgenommen.

Die Auditoren bemängelten, dass sich die Kontrollstelle bei diesem und anderen Fällen so lange Zeit ließ und die Kontrollbehörden erst nach Abschluss der jeweiligen Fälle informierte. Auch an den begleiteten Inspektionen hatte die Auditoren einiges auszusetzen – etwa dass der Kontrolleur bei einem landwirtschaftlichen Betrieb keinerlei Abschätzung der Erntemenge vornahm.

© Pixabay/Pontzi

EU kritisiert ukrainische Kontrollstelle: „Kultur der Nachsichtigkeit“

Die zuständige EU-Generaldirektion hat im Juni dieses Jahres eine in der Ukraine tätige Kontrollstelle inspiziert. Der jetzt veröffentlichte Audit-Bericht bestätigt der Kontrollstelle Fortschritte, wirft ihr aber eine „Kultur der Nachsichtigkeit“ bei Verstößen vor.

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