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Wegen Dürre: Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern bei Rewe

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Krummes Gemüse
Symbolbild © Photocase/Catalenca

Die Rewe Group verkauft in ihren Rewe-Märkten und Penny-Discountern Äpfel, Möhren, Zwiebeln und Kartoffeln mit optischen Makeln. Der Konzern kommuniziert das als Initiative gegen die Spätfolgen der Dürre und kündigte an, dass diese Aktion „teilweise bis Anfang 2019“ laufen solle.

Quelle: Twitter

Unser Autor wirft einen kritischen Blick auf die Aktion

Zwar ist es richtig, dass hitzebedingt manche Produkte optisch weniger hermachen: Äpfel sind blasser, Möhren länglich und krumm gewachsen, Zwiebeln und Kartoffeln fallen kleiner aus. Doch sind solche Aktionen, mit denen LEH-Ketten sich als Lebensmittelretter inszenieren, nicht dürrebedingt. Bereits 2016 startete Penny mit seinen „Bio-Helden“ den Verkauf optisch mangelhafter Ware. Edekas Discounter Netto bot im gleichen Jahr ungenormte Äpfel an. 2017 startete Aldi den Verkauf normwidriger Bio-Erzeugnisse als „krumme Dinger“.

Bemerkenswert an all diesen Aktionen sind zwei Aspekte. Oft sind Bio-Kunden die Adressaten, vermutlich, weil die Handelsketten bei ihnen mehr Bewusstsein für die Thematik erwarten. Die immer neuen Aktionen zeigen aber auch, dass der LEH seine Qualitätskriterien insgesamt nicht zurückgefahren hat – sonst wären sie längst unnötig.

Kommentiere Sie: Zwei Fragen an den Bio-Fachhandel

1. Sind unsere Ansprüche an die Optik von Obst und Gemüse wirklich so anders als die des LEH?

2. Warum macht die Branche nicht mehr aus dem Thema? Anlässe gäbe es ja durchaus.

 

Lesen Sie auch: Weiterhin „Maus-Kiwis“ bei Vollcorner


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