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Warum manche Kartoffeln jetzt schon so weich sind

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Kartoffeln in einer Kiste
Kartoffeln: sinkt ihr Wassergehalt, werden sie weicher. Symbolbild © Pixabay/MarkoPaak

Lagerkartoffeln, die jetzt auf den Markt kommen, sind oft etwas weicher als üblich. Schuld daran ist der heiße Sommer 2018. Doch die Qualität der Knollen beeinflusst das nicht, schreibt der Verband der Bio-Kartoffel-Erzeuger.

Wassergehalt der Kartoffeln ist zu gering

Kartoffeln bestehen zu knapp 80 Prozent aus Wasser, das macht sie prall und fest. Im Lager verliert die Knolle mit der Zeit durch Verdunstung oder die Belüftung einen Teil des Wassers und wird langsam weicher. Bemerkbar macht sich das üblicherweise erst im Frühjahr. Doch in diesem Jahr kommen jetzt schon Knollen auf den Markt, die sich weicher anfühlen. „Durch die anhaltende Hitzeperiode im letzten Jahr haben diese Prozesse sehr viel früher und auch schneller eingesetzt“, schreibt der Bio Kartoffel Erzeuger e.V. Denn die Kartoffeln kamen schon mit einem geringeren Wassergehalt als üblich ins Lager. „Das ändert aber nichts am Geschmack oder dem ernährungsphysiologischen Wert der Biokartoffeln, die wichtigen Inhaltsstoffe bleiben erhalten“, betonen die Erzeuger.

Stressreaktion auf den trockenen Sommer 2018

Auf vielen Biokartoffeln seien Oberflächenschorf und kleine dunkle Punkte zu finden, schreibt der Verein. Dies seien Stressreaktionen auf die Trockenheit im letzten Jahr. Auch Silberschorf und Rhizoctonia (Kartoffelpocken) würden verstärkt auftreten. „Alle genannten Faktoren beeinträchtigen die Qualität der inneren Werte nicht, das zu kommunizieren wird die Herausforderung für den Rest der Saison sein.“

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