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Verbände: Mehr EU-Agrargelder in Umweltschutz investieren

von Redaktion (Kommentare: 0)


Für Leistungen von Landwirten im Umwelt-, Gewässer-, Klima- und Tierschutz fehlt das Geld. BÖLW, Greenpeace, NABU, WWF und BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) fordern die Bundesregierung deshalb auf, 15 Prozent der EU-Agrarsubventionen von der allgemeinen Flächenförderung (1. Säule) in den Topf für Umwelt, Tier- und Klimaschutz (2. Säule) umzuschichten. Bisher nutze Deutschland diesen Spielraum nicht aus und widme nur 4,5 Prozent der Agrargelder um, so die Verbände in einer gemeinsamen Mitteilung. Deshalb könne aktuell für Umwelt- und Tierschutz sogar weniger investiert werden als vor der letzten EU-Agrarreform.

Würde die Bundesregierung jetzt die vollen möglichen 15 Prozent verlagern, stünden den heimischen Landwirten, die sich für ihre Tiere und die Umwelt einsetzen, ab 2019 jährlich rund 500 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Entscheidend bei der Umschichtung sei, dass das Geld zweckgebunden in Höfe investiert werde, die sich für Öko-Landbau, Agrarumweltmaßnahmen, Gewässer-, Klima- und Tierschutz engagieren.

Wenn sich die Bundesregierung der weiteren Umschichtung verweigere, würde in den Bundesländern der finanzielle Spielraum für dringend notwendige Umweltmaßnahmen fehlen. Die Unterfinanzierung zeige sich bereits heute, so die Verbände: In einigen Bundesländern hätten wichtige Umweltprogramme wegen leerer Kassen gestoppt werden müssen. Ohne zusätzliche Agrargelder sei auch absehbar, dass deutsche und europäische Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsziele nicht erreicht werden können. Das Greening, mit dem Umweltschutz in der 1. Säule erreicht werden soll, ist laut den Verbänden ineffizient und genügt für die Ökologisierung der Landwirtschaft nicht.

Zum Positionspapier der Verbände „Zukunftschancen der Gemeinsamen Agrarpolitik für Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz nutzen“

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