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USA: Organic Trade Association nimmt BASF und Cargill als Mitglieder auf

von Leo Frühschütz (Kommentare: 1)


US-Flagge vor blauem Himmel
In den USA gibt es deutlichen Wiederstand gegen die Aufnahme von Cargill und BASF in den Bio-Dachverband OTA (Organic Trade Association). © Pixabay/skeeze

Der Agrarhandelskonzern Cargill und eine Kunststoffe produzierende Tochter des Chemiekonzerns BASF sind Mitglieder des US-amerikanischen Biodachverbandes OTA (Organic Trade Association) geworden.

Diese Mitgliedschaften haben innerhalb der amerikanischen Bio-Bewegung für Unruhe gesorgt. Das Bio-Portal Living Maxwell berichtete, dass der Bio-Müslimarktführer Nature’s Path deshalb aus Protest die OTA verlassen habe. Dessen Gründer Arran Stephens war selbst 1996 bis 2002 Vorstandsmitglied der OTA. Er warf dem Bioverband in seiner Austrittsbegründung auch vor, dass er sich für den Bio-Anbau von Gemüse in Nährlösung (Hydroponik) ausgesprochen habe und für eine aus Verbrauchersicht untaugliche Gentechnikkennzeichnung von Lebensmitteln.

OTA-Vorstand verteidigt Mitgliedschaften von Cargill und BASF

Living Maxwell betonte die Unterstützung von BASF und Cargill für gentechnisch verändertes Saatgut und griff BASF als einen von zwei Anbietern (der andere ist Monsanto) des in den USA umstrittenen Herbizids Dicamba an. OTA-Geschäftsführerin Laura Batcha verteidigte die Mitgliedschaft des Chemiekonzerns gegenüber Living Maxwell damit, dass BASF ein nicht stimmberechtigtes Mitglied sei, das für den Bio-Markt biologisch abbaubare Kunststoffe herstellen wolle. Cargill habe für Agrarerzeugnisse eigene Bio-Wertschöpfungsketten und man wolle Unternehmen, die auf dem Markt aktiv seien, als Mitglied einbinden.

Verbraucherorganisation reagiert mit E-Mail-Aktion

Die Verbraucherorganisation Organic Consumers Association hat eine E-Mail-Aktion gestartet, mit der Bio-Kunden bei der OTA gegen die Mitgliedschaft der beiden Konzerne protestieren können. Sie steht dem Bio-Dachverband seit Jahren kritisch gegenüber und wirft im zu große Nähe zu den großen Lebensmittelkonzernen vor.


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International

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Kommentar von Oliver Sorge |

Das ist doch keine Mitteilung, die uns hier weiterbringt, dass es überall Bremser und Greenwashing-Kandidaten gibt, ist mir schon klar. Und dass sich eine Vereinigung unterwandern läßt oder korrumpierbedürftig ist, ist ein zynischer Fakt, der eine solche Meldung nicht bedarf. Das ist wirklich frustrierend und leider nur wieder eine von den Vielen Wahrheiten, die uns nicht voranbringt. Weil es geht nicht um Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit, sondern welche gemeinsame, kooperative Arbeit etwas konstruktives schafft.



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