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Urteil: Mehr Transparenz bei Glyphosat

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bürger und Umweltorganisationen haben ein Recht darauf zu erfahren, welchen Schaden Pestizide anrichten. Das entschied jetzt der Europäische Gerichtshof (EuGH), berichtet der Informationsdienst Gentechnik. Würden Pestizide versprüht, seien das Emissionen in die Umwelt - und über diese besteht nach europäischem Recht grundsätzlich ein Auskunftsanspruch, so das Online-Portal weiter. Konkret geht es um den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat und das Insektizid Imidacloprid.

Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, zeigt sich erfreut über das Urteil. Es sei ein wichtiges Zeichen für Transparenz und schlicht logisch. "Selbstverständlich ist das Versprühen von Giften in die Umwelt eine Emission. Transparenz ist wichtig, damit unabhängige Wissenschaftler die Gefahren von Glyphosat und anderen Pestiziden besser beurteilen und umstrittene Risikobewertungen der Behörden überprüfen können. Die gravierenden Mängel bei der Risikobewertung von Glyphosat wurden erst durch die Veröffentlichung des Bewertungsberichts klar, der ebenfalls lange unter Verschluss gehalten worden war. Es kann nicht sein, dass solche Mängel durch nicht-öffentliche Verfahren verdeckt bleiben."

Schon gar nicht dürften die Firmen eigene Erkenntnisse zu Gefahren ihrer Produkte zurückhalten. "Die Glyphosat-Debatte hat gezeigt, dass Geheimniskrämerei niemandem nützt, am Ende nicht einmal den Herstellern selbst, die damit ins Zwielicht geraten." Für den Bayer-Konzern sei es ein Armutszeugnis, dass er erst per Gerichtsbeschluss zur Herausgabe von Informationen zu seinen bienengefährdenden Stoffen gezwungen werden müsse.

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