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Was Kunden bei Unverpackt vermissen

von Leo Frühschütz (Kommentare: 1)


Unverpackt
Symbolbild © Fotolia/reichdernatur

Molkereiprodukte, Gemüse sowie Süßwaren und Snacks sind die wichtigsten Warengruppen, die Kunden in Unverpackt-Läden einkaufen. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE).

Wenig frische Lebensmittel in Unverpackt-Läden

Die Wissenschaftler hatten 165 Kunden von zwei Unverpackt-Läden in Hamburg und Münster befragt. 48 von ihnen erfassten anschließend drei Wochen lang im Detail ihre Lebensmitteleinkäufe. Dabei ergab sich, dass neben den Unverpackt-Läden Vollsortimenter und Biomärkte die wichtigsten Einkaufsorte waren. Dort kauften die Kunden den überwiegenden Anteil an Milchprodukten, Obst, Gemüse, Käse und Wurst sowie Getränke ein. „Nach Einschätzung des Forscherteams hängt das sicherlich auch damit zusammen, dass das Angebot an Frischwaren in den meisten Unverpackt-Läden eher kleiner ist“, heißt es auf oekolandbau.de, wo die Studie vorgestellt wurde. In den Unverpackt-Läden hingegen griffen die Kunden eher „zu Lebensmitteln, die sie nur selten oder in kleinen Mengen benötigen: zum Beispiel Reis, Flocken, Nüsse und Trockenfrüchte.“

Quelle: Instagram/einszweidrei.plastikfrei

Behältermanagement als Hürde

Als Einkaufsmotiv steht bei den Unverpackt-Kunden die Vermeidung von Verpackungsabfällen ganz oben. Befragt nach den Hürden beim unverpackten Einkauf gaben die Befragten das Behältermanagement an, also das Mitführen verschließbarer Gläser, Flaschen oder Stoffbeutel. „Die Kunden berichten uns, dass ihnen nach einer kurzen Gewöhnungszeit der Einkauf im Unverpackt-Laden und insbesondere die Nutzung der Spender Spaß macht und leicht von der Hand geht“, zitierte oekolandbau.de Projektleiter Professor Jens Pape von der HNEE.

Studenten forschen über Unverpackt-Läden

Die Hochschule bearbeitet – gefördert vom Bundesprogramm Ökolandbau – ein umfangreiches Forschungsprojekt mit dem Titel: "Der verpackungsfreie Supermarkt: Stand und Perspektiven. Über die Chancen und Grenzen des Precycling im Lebensmitteleinzelhandel." Es soll die bestehenden Läden vernetzen und herausfinden, wie sich die Herausforderungen, die das unverpackte Einkaufen innerhalb der Wertschöpfungskette mit sich bringt, am besten lösen lassen. Eines der Themen, die HNEE-Studenten in ihrer Abschlussarbeit erforschen könnten, wäre die Kundenakzeptanz des unverpackt-Konzeptes im Biosupermarkt – am Beispiel des Projektpartners Bio Company.


Stichworte:

Forschung und Studien

Naturkostfachhandel

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Filialisten

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Naturkost-Einzelhandel

Reformbranche


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Kommentar von nachtigallfan |

Da ich Unverpackt-Läden meist noch teurer sind als Bioprodukte im Durchschnitt, vermute ich, dass es den Kunden im Unverpackt-Laden einfach zu teuer ist. Wenn man dagegen die Produkte dort günstiger bekommen würde - als Belohnung für das Mitbringen von Behältnissen -, würde sich bestimmt der Umsatz und damit auch der Gewinn steigern lassen. Die hohen Preise schrecken einfach ab. Also kauft man dort nur Dinge in kleinen Mengen, zu einem noch erträglichen Preis, um zu demonstrieren, dass man für plastikfreien Einkauf ist, diesen jedoch durch Reduzierung des Umfangs nicht allzu teuer werden lässt. Das ist meine Meinung.



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