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Studie: Verbraucher lieben unverpackt – sagen sie zumindest

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Unverpackt einkaufen: Müsli-Spender
Hygiene-Bedenken beim Einkaufen von loser Ware äußerte bei der Befragung von Splendid Research vor allem die ältere Generation. © Shutterstock/Jos Temprano

73 Prozent der Deutschen würden gerne Verpackung vermeiden und fast ebensoviele finden die Idee der Unverpackt-Läden gut. Zu diesem Ergebnis kamen die Marktforscher von Splendid Research in einer repräsentativen Befragung.

Das wichtigste Motiv, unverpackte Lebensmittel einzukaufen, ist das Vermeiden von Verpackung und der damit verbundene Schutz der Umwelt. Etwa ein Viertel der Befragten, darunter vor allem jüngere Menschen, gaben das besondere Einkaufserlebnis, die individuelle Zusammenstellung etwa von Müslis und Nussmischungen oder die besondere Frische der Produkte an. Als wichtigstes Hemmnis für den unverpackten Einkauf wurden, besonders von älteren Menschen, hygienische Gründe genannt. Ganz oben auf der Liste gewünschter unverpackter Lebensmittel standen bei den Befragten Obst und Gemüse, gefolgt von Nüssen, Reis und Nudeln. Joghurt und Honig waren die Produkte mit dem geringsten Interesse.

Praxis im Ladenalltag sieht anders aus

Interessant auch die Antworten auf die Frage: „Käme es für Sie generell in Betracht, eigene Dosen zum Einkaufen mitzunehmen und die Lebensmittel im Geschäft an der Bedienungstheke oder in Unverpackt-Supermärkten direkt hineinfüllen zu lassen?“  Darauf antworteten 65 Prozent mit „Ja, käme für mich in Betracht“ und zehn Prozent sagten: „Ja, habe ich auch bereits gemacht.“ Ebenso sagten acht Prozent der Befragten, sie hätten „schon einmal in einem Unverpackt-Supermarkt eingekauft“. Doch Vorsicht: Rechnet man das auf die 55 Millionen Deutschen zwischen 18 und 69 Jahre hoch, die als Grundgesamtheit der Befragung dienten, dann müssten 4,4 Millionen Menschen zumindest einmal in einem Unverpackt-Laden gewesen sein. 5,5 Millionen Menschen würden zumindest hin und wieder ihre Tupperdosen über die Theke reichen. Die Praxis im Ladenalltag sieht anders aus. Die Studie zeigt also nicht, wie Menschen tatsächlich handeln, sondern eher, was sie toll finden und positiv wahrnehmen. Das kann ein guter Grund sein, diese Möglichkeiten im Laden anzubieten.


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Forschung und Studien


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