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Studie: Deutsche bevorzugen Bio-Obst und -Gemüse

von Redaktion (Kommentare: 1)


© dashadima – Fotolia.com

Jeder siebte Deutsche kauft mehr Bio- als konventionelle Lebensmittel, aber jeder Fünfte kauft gar kein Bio. Und: Obst und Gemüse aus Öko-Anbau hat bei den Verbrauchern jenem aus konventioneller Erzeugung den Rang abgelaufen: 53 Prozent entscheiden sich laut einer aktuellen Befragung eher für Bio. Bei Molkereiprodukten, Fleisch und Wurst bevorzugen immerhin 36 Prozent der Konsumenten Öko-Produkte.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Umfrage „Bio vs. konventionell – Was kaufen Konsumenten zu welchem Preis?“, für die 1.000 Teilnehmer im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) befragt wurden.

Wissen wollten die Studienleiter von den Bio-Käufern unter den Befragten, wo sie in der Regel ihre Produkte kaufe. Die Mehrheit greift demnach in Supermärkten zu: 74 Prozent beziehen dort ihre Bio-Lebensmittel, gefolgt vom Discounter (52 Prozent). In den Naturkostfachhandel oder Bio-Supermarkt zieht es insgesamt 30 Prozent von ihnen. Mehrfachnennungen waren bei dieser Frage möglich.

Gesundheit und Tierwohl sprechen für Bio

Hauptargumente für Bio sind für viele Verbraucher vor allem Gesundheit und Tierwohl. 52 Prozent der Befragten kaufen Bio-Lebensmittel, weil sie davon ausgehen, dass diese nicht mit gesundheitsschädlichen Stoffen wie Antibiotika oder Pestiziden behandelt wurden. 45 Prozent bevorzugen Bio, weil sie der Meinung sind, dass tierische Bio-Produkte wie Fleisch oder Eier aus Haltungsformen stammen, die sich mehr für Tierwohl einsetzen. Wahrlich keine neue Erkenntnis: Als Hauptgrund für die Wahl des konventionellen statt des Bio-Produkts nannten knapp zwei Drittel der Befragten den günstigeren Preis.

Für Bio-Milch mehr bezahlen

Die Bereitschaft, einen Aufpreis für Bio zu zahlen, hängt stark vom Produkt und dem jeweiligen Preisunterschied zum konventionellen Produkt ab. Bei Bio-Milch ist die Zahlbereitschaft der Deutschen besonders hoch. Sie würden 1,40 Euro für einen Liter ausgeben – und damit 56 Prozent mehr, als das konventionelle Produkt laut den Marktforschern im konventionellen Handel durchschnittlich kostet (0,90 Euro).

Bio-Kaffee darf knapp 40 Prozent mehr kosten, für ein Bio-Hähnchenbrustfilet würden die Deutschen 52 Prozent mehr zahlen. Doch gerade bei Letzterem liegt der Bio-Preis deutlich höher als der konventionelle. Was sich dann auch im realen Verhalten im Geschäft niederschlägt: Wenn Sie die Wahl zwischen einem konventionellen Hähnchenbrustfilet für 2 Euro und einem Bio-Produkt für 8 Euro hätten, würden nur 19 Prozent zugreifen

Weiteres Ergebnis der Studie, für die mit der BVE der Spitzenverband der deutschen Ernährungsindustrie verantwortlich zeichnet: Die Mehrheit der Befragten kann, zumindest im Supermarkt, kaum Unterschiede zwischen "klassischen" Bio-Marken und Bio-Handelsmarken ausmachen – wobei die Studienleiter beispielsweise Alnatura und Campo Verde zu den Klassikern angeben. Bei Verbrauchern, die häufig im Naturkostladen kaufen, würde das Ergebnis dieser Frage vermutlich anders aussehen. Zahlen dazu liefert die Studie aber nicht.

Dafür aber zu Alter, Geschlecht und Einkommen – und diese haben offenbar großen Einfluss darauf, welche Lebensmittel eingekauft werden: Besonders Frauen, junge Menschen (Altersgruppe 18 bis 24) sowie Verbraucher mittleren Alters (Altersgruppe 35 bis 44) bevorzugen Bio-Lebensmittel. Im Alter nimmt die Bereitschaft, Bio-Produkte zu kaufen, tendenziell ab. Bei den über 65-Jährigen sind Bio-Lebensmittel laut Studie weniger gefragt.

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Kommentar von Hermann Heldberg |

Die hier genannten Zahlen haben mit der Realität aber nun garnichts zu tun. Man könnte sie auch als eine Fake News bezeichnen. Wenn z.B. bei Obst und Gemüse mehrheitlich Bio gekauft, dann müsste der Umsatz ca. 12 Millarden € betragen. Soviel Bio Obst und Gemüse wird in ganz Europa nicht prodziert. Es wäre schön wenn man vor dem Veröffentlichen solcher Berichte mal ein wenig genauer hinschaut.


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