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Studie: Biomärkte erste Adresse für Veganer

von Redaktion (Kommentare: 4)


No Fleisch, no Fun? Veganer sehen das anders © Weltvegantag

Passend zum heutigen Welt-Vegan-Tag veröffentlicht Veganz eine Studie zum Veganismus in Europa. Befragt wurden 24.000 Menschen in 15 Ländern. Dabei ging es um Einkaufs- und Ernährungsverhalten sowie um Unterschiede zu anderen Ernährungsgruppen.

Woher kommt die Motivation, komplett auf tierische Produkte zu verzichten? 95 Prozent nennen Tierschutz, dicht gefolgt vom Umweltschutz und dem gesundheitlichen Aspekt. Beim Lebensmitteleinkauf legen 86 Prozent großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz – bei den Nicht-Veganern sind es laut Veganz 14 Prozent weniger.

Deutlich werde dies auch bei der Wahl der Einkaufsstätten, bei der sich mehr als drei Viertel der Teilnehmer, die sich pflanzlich ernähren, bewusst für den Biomarkt entscheiden. Bei den übrigen Ernährungsgruppen ist es nur die Hälfte.

Veganer Lebensstil meist über Ernährung hinaus

Nach dem Motto „Keine halben Sachen“ pflegen knapp 85 Prozent den veganen Lebensstil auch über ihre Ernährung hinaus und achten auf tierfreie Kosmetik, Kleidung und Co. So sehen auch 93,7 Prozent der Veganer in Insekten keine vertretbare Alternative und verzichten.

Fast 50 Prozent kochen täglich selbst

In Sachen Essen vertrauen Veganer vor allem auf die eigene Küche. 46,3 Prozent kochen täglich selbst und weitere 26,2 Prozent mindestens fünf Mal pro Woche. Verfechter anderer Ernährungsformen hingegen stellen sich mit 38 Prozent deutlich seltener an den Herd. Neben dem Geschmack ist Veganern vor allem der Gesundheitsaspekt ihres Essens wichtig.

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Kommentar von Axel Anders |

Jetzt muss es nur noch "klick" machen, dass Obst und Gemüse nicht vegan ist, weil es pflanzlich ist, sondern erst, wenn auch der Anbau nicht mehr von der Tierhaltung abhängt und Düngung und Pflanzenschutz ausschließlich pflanzenbasiert erfolgen. Dass das funktioniert beweisen die Bäuerinnen und Bauern, die bereits nach den IFOAM anerkannten Biozyklich-Veganen Richtlinien arbeiten. Die nach diesen Richtlinien zertifizierten Produkte sind im Markt erkenntlich an dem biozyklisch-veganen Gütesiegel. Noch gibt es nicht viele, aber....es werden immer mehr.

Kommentar von Peter Schmidt |

Dann haben die Bio-Läden auch eine besondere Aufklärungsfunktion - Kreislaufwirtschaft, Biolandwirtschaft funktioniert nicht wirklich ohne Tierhaltung, reine Biovegane Landwirtschaft hat nur dann eine Chance, wenn rund ein Drittel der Fläche nicht beackert wird - und der CO2-Speicher Grünland kann auch nur mit Beweidung erhalten werden. Will heißen: eine auf heimischen Futtermitteln basierende Tierhaltung brauchen wir, um den Klimawandel zu bremsen, um die Ernährungssicherheit hier und weltweit zu ermöglichen ... Liebe Bioladner, da werden wir (Biokreis)-Biobauern gerne zu Euren Partnern!

Kommentar von Anja Bonzheim |

Der vegane Anbau ist tatsächlich eine sinnvolle Alternative! Die 30% Ackerfläche, die derzeit in Deutschland für den Ackerfuttermittelanbau verwendet werden, würden für den direkten Konsum frei- mit erheblich besserer Kalorienbilanz. Die Grünlandflächen müssen nicht zwingend beweidet werden, sie können gemährt und kompostiert, als Mulchmasse oder als Biogassubstrat verwendet werden. Was nicht mähbar ist, darf wieder verwalden. Immerhin schenkt uns der Wald mit seiner C-Bindungs-Kapazität die Möglichkeit, Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu binden- was so dringend nötig ist. Klimawandel adé!

Kommentar von Peter Schmidt |

Ich will hier nicht groß in die Diskussion einsteigen, das ist eh bei dem Thema schwierig. Aber es ist ja schon bekannt, dass Grünland besser CO2 speichert als Wald und Acker (s. Thünenbodenzustandsbericht)? Und dass es ein wenig knapp wird, die Welt oder auch Deutschland zu ernähren, wenn wir auf die Veredlung des Grünlandes durch Tiere verzichten? Unbenommen davon ist, dass es allemal besser ist, Tiere vom Gras zu ernähren als von Getreide. Aber leider gibt es auch Ernten, die sich nur als Futter eignen .... - also bitte, bitte, bei aller Begeisterung nicht den Blick für das Ganze verlieren. Und damit beende ich die aktiven Diskussionbeiträge.


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