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Studie analysiert den deutschen Bio-Geflügelmarkt

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Geflügel
Geflügel / Symbolbild © Shutterstock/PRESSLAB

Der Bio-Anteil bei Geflügelfleisch beträgt nur 1,5 Prozent; die Produkte sind rund dreimal teurer als konventionelle. Auf den Naturkosthandel entfällt mehr als ein Viertel des Umsatzes. Für eine Ausweitung der Biogeflügelhaltung fehlt es an regionalen Schlachthöfen. Außerdem herrscht bei der Vermarktung ein großer Preisdruck durch den Einstieg größerer Mastbetriebe. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Marktstudie der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI).

Über zwei Jahre hinweg hat die AMI, gefördert von Bundesprogramm ökologischer Landbau (BÖLN), Daten über die Bio-Geflügelerzeugung und Vermarktung in Deutschland zusammengetragen.

Das meiste Bio-Geflügel steht in Mecklenburg-Vorpommern

Sie kam für das Jahr 2016 auf Bestände von 1,18 Millionen Masthähnchen und 202.000 Puten. Da die Statistik nur Betriebe mit mehr als 1000 Tieren erfasst, liegen die tatsächlichen Zahlen darüber. Die meisten Tiere stehen jeweils in Mecklenburg-Vorpommern, gefolgt von Niedersachsen. Bei den Hähnchen liegt Bayern auf Platz drei, bei den Puten Sachsen. Geschlachtet wurden 2016 rund 4,4 Millionen Hähnchen, 4,6 Millionen Suppenhühner und 600.000 Puten. Über die Schlacht- und Zerlegebetriebe konnte die AMI-Studie keine umfassenden Zahlen liefern, da von 130 angeschriebenen Unternehmen nur 29 geanwortet hatten. Lediglich ein Dutzend von ihnen schlachtete selbst.

Naturkostfachhandel und Vollsortimenter sind wichtigste Vertriebswege

Bei den Vertriebswegen für Bio-Geflügelfleisch lag der Naturkosthandel mit 27 Prozent gleichauf mit den Vollsortimentern, während die Marktbedeutung der Discounter mit 11 Prozent noch gering ist. Mehr als ein Drittel des Fleischs wird über „Sonstige“ verkauft, darunter finden sich Bio-Metzger ebenso wie Wochenmärkte und Direktvermarkter.

Der Bericht stellt darüber hinaus auch konventionelle Labelprogramme vor, die in Konkurrenz zu Bio-Geflügel im LEH stehen.

Grafik: Bio hat seinen Preis / Ami-Verbraucherspiegel

Stichworte:

Forschung und Studien


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