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Staatliches Tierwohl-Label: Klöckners Vorschlag durchgefallen

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Schwein
Symbolbild © istock/piovesempre

Das Konzept von Bundesagrarministerin Julia Klöckner für ein staatliches Tierwohl-Label ist bei ihren Amtskollegen aus den Bundesländern duchgefallen.

Die Länderminister hätten auf der Agrraministerkonferenz (AMK) Klöckners Pläne als „sehr komplex und nicht im Sinne der transparenten Verbraucherinformation“ kritisiert, berichtete Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht. Er und seine Kollegen forderten ein klar verständlichen Label, das für alle verbindlich sei. Klöckner dagegen setzt auf eine freiwillige Kenzeichnung. Auch wollen die Länderminister statt dem von Klöckner vorgeschlagenen drei Stufen ein rein haltungsorientiertes vierstufiges Modell mit Produkten aus ökologischer Haltung als vierte und höchste Stufe.

Ähnlich sehen derzeit die Modelle aus, nach denen Discounter zunehmend ihr Fleischangebot kennzeichnen:

Aldi führt Haltungskennzeichnung ein
Lidl: Haltungskennzeichnung für Frischfleisch
Netto kennzeichnet Fleischprodukte mit Haltungsnachweis

Bioland-Präsident begrüßt Haltung der Länderminister

„Von einem staatlichen Tierwohl-Label habe ich zu erwarten, dass es den Verbrauchern eine nachvollziehbare Anleitung bei der Kaufentscheidung gibt und sie nicht durch komplexe und intransparente Kriterien verunsichert“, sagte Bioland-Präsident Jan Plagge. Deshalb sei „eine vollständige und verpflichtende Fleischkennzeichnung mit Einstufung der gängigen Haltungssysteme analog der Kennzeichnung von Konsum-Eiern“ der richtige Weg.

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