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Spatenstich für Rapunzel-Besucherzentrum

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Das künftige Besucherzentrum Rapunzel: Auch die großzügig angelegten Außenanlagen laden zum Verweilen ein. Illustration © haascookzemmrich

Rapunzel Naturkost realisiert in Legau ein neues Besucherzentrum. Das anspruchsvolle Gebäude soll das Leitmotiv „Wir machen Bio aus Liebe“ für die Gäste erlebbar machen. Investiert werden rund 25 Millionen Euro.

Das mit 25.500 Quadratmeter Fläche größte bauliche Einzelprojekt des Naturkost-Pioniers ist nicht einfach eine Weiterentwicklung des bestehenden Museums und Besucherkonzeptes. Firmengründer und Geschäftsführer Joseph Wilhelm sieht in diesem Projekt eher eine Kultstätte der Lebensfreude mit einem umfassenden Angebot. Die künftigen Ausstellungsflächen böten einen erlebnisreichen Einblick in die Rapunzel-Welt und deren Werte.

150.000 Besucher pro Jahr erwartet

Erleben und Entdecken mit allen Sinnen werde auch durch eine eigene Kaffeerösterei und Bio-Bäckerei möglich. Außerdem beim Genießen im Bistro oder beim Einkaufen im großzügigen Bio-Supermarkt. „Das Besucherzentrum wird ein Ort der Lebensfreude, Kommunikation, Information und Wissensvermittlung sein. Gleichzeitig bietet es Raum zum Einkehren, Einkaufen und Feiern“, beschreibt Joseph Wilhelm die Idee hinter dem geplanten Besucherzentrum. Rapunzel rechnet mit rund 150.000 Besuchern pro Jahr.

Raum für Menschlichkeit und Freude

Das Haus soll im Ausstellungsbereich auf emotionale und erlebbare Weise Wissen rund um die Themen gesunde Ernährung und Ökologie vermitteln. Die Außenbereiche sollen zum Entspannen oder zu einem Picknick auf dem Weg in den Süden einladen. „Unser Anspruch ist, dass dieses Besucherzentrum einen Aha-Effekt auslöst und vermittelt: Es gibt noch etwas anderes in dieser immer nüchterner werdenden Welt, in der es für Menschlichkeit und Freude immer weniger Raum zu geben scheint. Deshalb ist das Wichtigste bei diesem Vorhaben nicht das Objekt selbst. Es sind die Menschen, die es beleben und Rapunzel erlebbar machen“, erläutert Joseph Wilhelm.

Spatenstich (v.l.): Landrat H.-J. Weirather, Bürgermeister Franz Abele, Edwin Münsch (Filgis), Martin Haas ( Architekt) Seraphine Wilhelm (Projektleiterin) Leonhard Wilhelm, Margit Epple und Joseph Wilhelm © Rapunzel Naturkost

Rückbesinnung auf traditionelle Baumethoden

Die Architekten haascookzemmrich Studio 2050 schaffen eine begehbare Gebäude-Skulptur, die bereits durch ihre Bauweise ökologische Kriterien integriert, heißt es in einer Mitteilung. Das ressourcenschonende Bauen mit einer Rückbesinnung auf traditionelle Baumethoden ziehe  sich durch alle Ebenen. So mache beispielsweise das tiefgezogene Dach mit glasierten Tonziegeln eine Klimaanlage überflüssig. „Die möglichst regionalen Baumaterialien werden einer Öko-Bilanz unterzogen, um den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten.“

„Mit diesem Haus bringen wir Menschen, Welt und Umwelt in Balance“, fasst Martin Haas die Ideen der Architekten zusammen. „Nachhaltigkeit sollte nicht über Verzicht kommuniziert werden, sondern über Lebensfreude. Die organische Form entspricht dem Kreislaufgedanken von Rapunzel, der optische Dreiklang des Gebäudes greift praktisch in die Natur hinein.“

50 neue spannende Arbeitsplätze ab 2022

Das Bauunternehmen Filgis aus Altusried wird das Gesamtprojekt bis Ende 2021 schlüsselfertig für Rapunzel erstellen. Für Gäste wird das Besucherzentrum Anfang 2022 eröffnet werden. Durch das Projekt entstehen dem Unternehmen zufolge auch rund 50 „spannende“ neue Arbeitsplätze – ein weiterer Gewinn für die Region.

Daten und Fakten:

  • Bauherr: Rapunzel Naturkost GmbH, Legau
  • Architekt: haascookzemmrich STUDIO2050, Stuttgart
  • Generalunternehme:r Gebr. Filgis GmbH & Co. KG, Altusried
  • Bruttogeschossfläche:) ca. 7.560 Quadratmeter
  • Bruttorauminhalt: ca. 31.400 Kubikmeter
  • Geschosse: Untergeschoss, 1., 2. und 3. Obergeschoss
  • Geplante Fertigstellung Ende 2021
  • Eröffnung des Besucherzentrums: Anfang 2022
  • Geplante Gesamtinvestition: ca. 25 Millionen Euro netto

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Neuer Geschäftsführer bei Rapunzel

Firmengründer Joseph Wilhelm und Margit Epple sind nicht mehr allein an der Spitze von Rapunzel. Denn der Bio-Hersteller aus dem Allgäu hat Zuwachs in der Geschäftsführung bekommen. (Foto © istock/Nattakorn Maneerat)

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