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Sonnentor engagiert sich für ein enkeltaugliches Österreich

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Ökologe Prof. Dr. Johann Zaller, Sonnentor-Anbauberaterin Elfriede Stopper, Bio-Bauer Johann Neuner und Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann. © Sonnentor
Ökologe Prof. Dr. Johann Zaller, Sonnentor-Anbauberaterin Elfriede Stopper, Bio-Bauer Johann Neuner und Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann. © Sonnentor

Der Kräuterspezialist Sonnentor hat einen Verein zur Förderung einer enkeltauglichen Umwelt in Österreich initiiert. Dieser engagiert sich für eine pestizidfreie Landwirtschaft und will Bio-Bauern unterstützen, deren Ernte durch Pestizidabdrift verunreinigt wurde.

In Deutschland schlossen sich Anfang 2018 zahlreiche Bio-Hersteller und Naturkost-Fachhändler zum Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft zusammen, unter ihnen auch Sonnenntor. Nun hat der Hersteller auch in Österreich eine entsprechende Initiative gestartet.

Pro Jahr würden in Österreich 12.900 Tonnen Spritzmittel auf die Felder aufgebracht, erklärte der Ökologe Johann Zaller bei der Präsentation des neuen Vereins: „Rechnet man das auf jeden Österreicher um, dann sind das pro Nase eineinhalb Kilo Gift“. In einer Studie habe er zwölf verschiedene Pestizide auf Kinderspielplätzen nachweisen können. „Der Großteil der dort gefundenen Pestizide kann in unser Hormonsystem eingreifen, was bei Kindern besonders brisant ist“, sagte der Wissenschaftler.

Entschädigung für verunreinigte Ernte

Problematisch aus Sicht der Sonnentor-Erzeuger ist die Abdrift der Pestizide auf ihre Felder. „Im schlimmsten Fall kann unsere Ernte nicht biologisch vermarktet werden und das bedeutet einen finanziellen Verlust. Bei kleineren Betrieben kann das sogar die Existenz bedrohen“, sagte Bio-Bauer Johann Neuner. Diese Gefahr war ein wesentlicher Impuls für die Gründung des Vereins.

„Der Ruf der Bio-Bauern nach einer raschen Hilfe wurde laut und
uns war klar, wir müssen hier aktiv werden.“

– Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann


Alle Sonnentor-Bauern seien Mitglied in diesem Verein und geben einen kleinen Teil ihres Erlöses als Beitrag ab. Mit der generierten Summe würden Betroffene entschädigt, die ihre Ernte unverschuldet nicht mehr als Bio-Ware verkaufen können.

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