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Soli für die Milchbauern?

von Redaktion (Kommentare: 1)


Kühe auf der Weide Foto Fotolia
Milchbauern sind knapp mit Futter. Ein Soli auf Milch soll Anhilfe schaffen. © Fotolia

Nach Ansicht von Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA im Europaparlament und Mitglied des Umweltausschusses, könnte ein Solidaritätszuschlag auf Milch den von der katastrophalen Dürre besonders betroffenen Milchbauern sofort helfen.  Häusling hält nichts von dem Plan der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), „mit der Gießkanne Geld auf die Höfe zu verteilen und ökologische Vorrangflächen freizugeben“.

Eine Soforthilfe für die besonders betroffenen Milchbauern ist nach Ansicht Häuslings am besten durch einen Soli pro Liter Milch zu leisten. Der Handel müsse aktiv zur Bewältigung der Krise beitragen, statt willkürlich Preise zu senken. „Zehn Cent Soli auf den Liter als Akut-Hilfe scheinen mir angemessen, denn die Bürger haben längst die Notlage verstanden“, so der Grünen-Politiker, der selbst Bio-Bauer ist.

EU muss klimafreundliche Betriebe fördern

Langfristig müsse bei der künftigen Förderung durch die EU der klimafreundliche Betrieb im Vordergrund stehen, fordert Häusling. Es könne nicht sein, dass Landwirte, die zum Beispiel ihre Kühe auf Basis von Übersee-Soja und Getreide füttern, auch in Zukunft mit öffentlichen Geldern gefördert werden. „Diese Art der Fütterung ist extrem klimawirksam und geht obendrein noch nicht einmal in die deutsche Klimabilanz ein“, argumentiert er.
 
Häusling macht noch eine weitere Rechnung auf: Intensiv arbeitende Fleischerzeuger ohne eigene Flächen hätten  Deutschland zum Schweine-Export-Weltmeister gemacht. Doch die Art der Fütterung trage nicht zuletzt durch den hohen Energieeinsatz bei der Düngerherstellung für den konventionellen Getreidebau zur Steigerung der Treibhausgase bei. Die aktuelle Krise zeige deutlich, „dass wir verpflichtet sind, unsere Landwirtschaft auf klimataugliche Verfahrensweisen umzustellen, beispielsweise auf humusbildende Grünlandwirtschaft zu setzen.


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Kommentar von Bernd Peter |

Es erscheint unrealistisch, auf das zu dringen was tatsächlich anzustreben wäre. Das ist, sehr rasch Aufklärung über alle Folgen von diesem exzessiven Milch- und Fleischkonsum an die Menschen heranzutragen.
Die bestehen ja nicht nur in massenhaftem Tierleid, klimarelevanter Umweltbelastung und weltweiter Zerstörung aller Biodiversität und Lebensfähigkeit der Natur, sie besteht auch in der schleichenden Verstopfung, und Verschlackung des menschlichen Organismus; mit allen daraus resultierenden Krankheiten und für Alterserscheinung gehaltenen Chronismen.
Milchprodukte liefern eben kein Kalzium sondern entziehen dem Körper dieses weil er die fremde Milch gar nicht gutverdauen kann. Fleisch ist ebenso schwer verdaulich, warum fühlen wir uns sonst so schwer und "satt" nach solchen Essen? Wir fühlen so die Schwere von all dem Töten- töten für Milch, töten für Fleisch ... Gemüse und Obst sind die Wahl für einen gesunden und dynamischen Organismus beim Menschen. Würden wir das zur Grundlage machen, welche Menge an Land, Wasser und Nuturflächen könnten wieder frei werden ... könnten tatsächlich den Klimawandel "wandeln" in der Welt und in den Köpfen. Denn warum heißt es "Du sollst nicht töten" ... damit tatsächlich das Schlachten aufhört, das Schlachten der Tiere, der Natur und damit das Schlachten (schlagen) unter uns Menschen - klingt unglaubhaft nicht war? Bleibt immerhin, dafür zu beten und das aus tiefstem Herzen.



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