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Schlachthof in Niedersachsen verliert Bio-Zertifikat

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Schlachthof
Symbolbild © Shutterstock/Dewald Kirsten

Wegen Tierquälerei ist einem Schlachthof in Niedersachen bis auf Weiteres die Erlaubnis entzogen worden, Bio-Tiere zu schlachten. Erst müssen die Vorwürfe geklärt sein.

Schweine mit Elektroschocker malträtiert

Das Deutsche Tierschutzbüro hat mit versteckter Kamera aufgenommene Bilder aus dem Schlachthof der Leine Fleisch GmbH in Laatzen veröffentlicht. Zu sehen ist darauf, wie Schweine mit einem Elektroschocker malträtiert werden, ohne dass sie die Möglichkeit hätten, sich nach vorne oder zurück zu bewegen. Weil das gesetzlich verboten ist, hat die Tierrechtsorganisation Strafanzeige gestellt. Vergangene Woche geriert ein Bio-Schlachthof in Brandenburg wegen ähnlicher Vorwürfe in die Schlagzeilen.

Quelle: Twitter

Leine Fleisch erklärte, das mehrfache Einsetzen von Elektrotreibern entspreche „in keiner Weise den Tierschutzstandards, die wir vorgeben.“ Das Unternehmen bedauerte die Verstöße und lastete sie einem über einen Werkvertrag eingesetzten Beschäftigten an. Die Zusammenarbeit mit dem Subunternehmer sei umgehend beendet worden.

Keine Bio-Zertifizierung mehr „bis der Sachverhalt geklärt ist“

Der Schlachthof in der Nähe von Hannover schlachtet nach Angaben des Tierschutzbüros etwa 500.000 Schweine pro Jahr. Darunter sind auch einige Bio-Schweine, denn der Betrieb verfügt über eine Bio-Zertifizierung. Diese wurde einen Tag nach Bekanntwerden der Vorwürfe ausgesetzt, „bis der Sachverhalt geklärt ist“, teilte Hiltrud Schrandt, die Pressesprecherin des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) mit.

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