Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Aktion will alte Gemüsesorten retten

von Redaktion (Kommentare: 0)


Kohlrabi Blaro
Kohlrabi Blaro © vielfaltschmeckt.de

Alte Sorten vor dem Aussterben zu bewahren, ist Ziel des Projekts „Vielfalt schmeckt“. Bedroht sind tausende Gemüsesorten, darunter die Haferwurzel und der Kohlrabi Blaro.

Die Zichorie Roter von Verona, die Pastinake Halblange Turga und der Federkohl Roter Krauser sind weitere gefährdetet Arten. Alle genannten werden im Rahmen des von der ProSpecieRara Deutschland gGmbH und Rinklin Naturkost geleiteten Projekts ab 2019 wieder biologisch angebaut und in Bioläden vermarktet. Viele traditionelle Gemüsesorten haben einen außergewöhnlichen Geschmack und ein besonderes Aussehen.

Zubereitung wie Spargel

Die Haferwurzel ist seit Jahrhunderten bekannt und wurde bereits im Altertum von den Griechen und Römern kultiviert. Sie ist mit der etwas bekannteren Schwarzwurzel verwandt.  Bei der länglichen, hellbraunen, rübenähnlichen Wurzel handelt es sich nicht um die Wurzel von Hafer, sondern um eine hübsche Blühpflanze, deren Wurzeln roh oder gekocht genossen werden können.  Zubereiten lässt sich die Haferwurzel beispielweise wie Spargel oder Schwarzwurzel. Ihr leicht erdiger, süßlich-nussiger Geschmack erinnert viele Menschen an Austern.

Anbau von 16 bedrohten Arten

Neben der Haferwurzel werden insgesamt 16 weitere traditionelle, bedrohte Sorten im Rahmen des Projekts nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus angebaut und in zahlreichen Bioläden in und um Freiburg vermarktet. Aktuell sind der Kohlrabi Blaro, der Kopfsalat Maikönig und das Radieschen Eiszapfen erhältlich. Die Haferwurzel gibt es ab September.

Lesen Sie auch:

BÖLN-Projekt: Sorten für Öko-Gemüseanbau

Eine Erhaltungszuchtbank ist das Ziel des BÖLN-Projekts. Dabei haben Züchterinnen und Züchter des gemeinnützigen Vereins Kultursaat in Anbauversuchen das Potenzial samenfester Sorten von Knollenfenchel, Radicchio und Zucchini geprüft.

Zukunftsstiftung BioMarkt: Fünstellige Summe für Saatgutfonds

Die Zukunftsstiftung BioMarkt hat eine beachtliche Menge Geld an den Saatgutfonds gespendet. Damit soll die patentfreie Entwicklung von Öko-Saatgut gefördert werden. (Symbolbild © kram9)

Bingenheimer Saatguttag: Impulse für Ökozüchtung und Naturkostfachhandel

Rund 350 Akteure kamen 2018 in Bingenheim zusammen, um die Vision eines eigenständigen Ökolandbaus weiterzuentwickeln. Diskutiert wurden auch die Gefahren der neuen Gentechnik für den Fachhandel.

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige