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Kommentar von Bach |

Hallo, wirklich hervorragend was geleistet wird. Aber mit Stephanie Silber und Ihrer Meinung zur ( eine der schlimmsten ) Umweltverschmutzung des Fliegens, wird alles Gute kontakariert. Solange diese Frau mit dieser Meinung in S&K schreibt, heißt es SCHROTT & K. Soviel Heuchelei ist wirklich nicht zu ertragen......Pfui
Hajo Bach

Kommentar von Stephanie Silber |

Sehr geehrter Herr Bach,

noch nie hat ein Editorial in meiner sechsjährigen Tätigkeit als Chefredakteurin solche Reaktionen hervorgerufen – und sie machen mich betroffen. Ich habe es in diesem Fall offensichtlich nicht geschafft, meinen Punkt, meine Haltung, zu transportieren.

Fliegen ist aus Sicht des Umwelt- und Naturschutzes ein No-Go, da haben Sie völlig recht. Und trotzdem melden die Flughäfen Jahr für Jahr neue Rekorde bei den Passagierzahlen. Nun kann man sagen, dass jeder Mensch selbst verantwortlich ist – das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, dass unsere Böden nicht mit Stickstoff ruiniert werden, dass unser Wasser nicht durch Nitrat verunreinigt wird, dass unsere Welt nicht im Plastik ertrinkt, dass unsere Artenvielfalt nicht durch Glyphosat und Erderwärmung zerstört wird, dass unsere Hosen und T-Shirts nicht in Kleiderfabriken in Südostasien unter unwürdigen Bedingungen hergestellt werden etc.

Aber kann man die moralische Verantwortung zur Rettung unseres Planeten jedem Einzelnen überlassen? Allein durch erbetenen Verzicht wird es sehr schwer sein, ans Ziel zu kommen. Flankierend zur individuellen Verantwortung muss es aus meiner Sicht dringend ordnungsrechtliche Maßnahmen geben, die Menschen zu einem Verzicht „zwingen“. Dies könnte entweder durch den Preis passieren (Fliegen wird so teuer, dass die meisten es sich nicht mehr in dieser Frequenz leisten können - gerecht ist anders) oder durch „schlichte“ Verbote. Ab sofort darf zum Beispiel niemand mehr aus touristischen Gründen fliegen. Ich denke aber, dass dies sehr unrealistisch ist. Mein Punkt war: Wenn alle die, die ein- oder gar zweimal im Jahr in den Urlaub fliegen, nur noch alle vier Jahre fliegen dürften/könnten/würden, wären wir einen Schritt weiter. Solche Rahmen, Klimaschutz endlich wirklich spürbar effektiv werden zu lassen, gab es seitens der Politik in den vergangenen Jahren viel zu wenig. Daran wollte ich appellieren.

Nicht, dass Sie mich falsch verstehen: Ich denke nicht, dass sich jeder Einzelne zurücklegen kann mit der Haltung „Ach, die Politik muss es doch richten. Ich allein kann doch eh nichts ausrichten“! Aber wir werden leider zu wenige sein, um mit Verzicht zum Ziel zu kommen. Meine Hoffnung ist eher, dass durch den größer werdenden gesellschaftlichen Druck endlich ordnungsrechtliche Maßnahmen geschaffen werden – aus meiner Sicht gern auch durch Verbote.

Wir versuchen Monat für Monat durch unsere Arbeit, mehr Menschen davon zu überzeugen, Verantwortung für unseren Planeten zu übernehmen. Es tut mir leid, dass dies in der Februar-Ausgabe nicht geglückt ist. Bitte bleiben Sie uns trotzdem gewogen.

Herzliche Grüße

Stephanie Silber
verantwortliche Redakteurin Schrot&Korn



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