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Rapunzel: Zwischen Bio-Fachhandel und Amazon

von Redaktion (Kommentare: 5)


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Rapunzel setzt weiter auf den Vertriebsweg Bio-Fachhandel, verstärkt aber auch sein E-Commerce.

Bio-Produkte sind immer mehr im konventionellen Lebensmittel-Einzelhandel verfügbar. Der Allgäuer Bio-Hersteller Rapunzel hat deshalb seine Vertriebswege überprüft und teilt als Ergebnis mit, Rapunzel bekenne sich weiterhin zum Bio-Fachhandel. Um die Marke zukunftsfähig zu machen, soll der E-Commerce-Vertrieb ausgebaut werden.

Rapunzel verkauft auf Amazon

Die Marke Rapunzel ist bereits in zahlreichen Online-Shops erhältlich. Auch über den eigenen Webshop vertreibt Rapunzel seine Produkte. Insgesamt macht der Onlinehandel jedoch nur etwa 2 Prozent des gesamten Markenumsatzes aus. Trotz dieses geringen Markt­anteils ist dieser Vertriebsweg aus Sicht von Rapunzel interessant, da so neue Ziel­gruppen wie eine junge, internetaffine Käuferschaft erreicht werden. Auch der Bekanntheitsgrad der Marke würde nachhaltig gestärkt, was laut Rapunzel wiederum dem Bio-Fachhandel zu­gutekomme. Deshalb wird Rapunzel seine Produkte auch auf der Online-Plattform Amazon anbieten. Bereits jetzt sind dort Rapunzel-Produkte über andere Händler erhältlich. Auf deren Angebote hat der Hersteller jedoch keinen Einfluss, insbesondere auf die Marken- und Produktdarstellung. Das hat Rapunzel dazu bewogen, künftig selbst Produkte bei Amazon zu verkaufen.

Rapunzel-Geschäftsführer Joseph Wilhelm blickt bei allen Veränderungen sehr optimistisch in die Zukunft: „Wir sind uns sicher, mit dem Vertriebsweg Bio-Facheinzelhandel auch in Zukunft auf den richtigen Partner zu setzen. Und mit umfangreichen vertrieblichen Maßnahmen wollen wir die Marke Rapunzel für die Branche weiterentwickeln, damit sie den Bio-Fachhändlern auch in veränderlichen Zeiten sichere Umsätze ermöglicht.“


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Kommentar von Walter Franzmeier |

Amazon- Handel ist mit sehr geringen Kosten und Risiken verbunden, daher ist es finanziell interessant. Das Risiko, dort leicht austauschbar zu sein, oder in einen Preisdumping-Wettkampf zu geraten, ist für Rapunzel sicher kleiner, als für Einzelhändler.
Dennoch verbleibt ein übler Nachgeschmack, wenn Produzenten oder Großhändler als Konkurrenten ihrer Kunden auftreten. Das im Bio-Bereich hochgehaltene Prinzip der gleichberechtigten Geschäftsbeziehungen "auf Augenhöhe" verliert dadurch an Symmetrie. Was würde Rapunzel sagen, wenn wir Einzelhändler uns zusammenschließen und anfangen Nussmuse zu produzieren? Tja, jetzt lacht ihr noch...

Kommentar von Nicolas Scharioth |

Rapunzel hier hervorzuheben unterschlägt, dass fast alle Bio-Marken des Fachhandels auf Amazon vertreten sind.
Die Frage ist natürlich, warum ist Amazon als Vertriebskanal ok, die dt. E-Commerce-Angebote des konventionellen Handels (REWE Online, Bringmeister, Allyouneed, etc.) aber nicht? Hat Amazon etwa die höheren Öko-, Sozial- und Steuermoralstandards als der LEH?
Eine Prognose: Über kurz oder lang werden die Bio-Marken des Fachhandels auch auf den Online-Plattformen des konventionellen Handels zu finden sein. Und wenn ein Produkt dort zu finden ist, warum nicht gleich auch im Supermarkt?
Der E-Commerce wird so zum Ende der Fachhandelstreue führen.

Kommentar von Grünlicht |

Diese Meldung hat einen bitteren Beigeschmack.
Das Unternehmen AMAZON steht wegen seiner unsozialen und rücksichtslosen Geschäftspraktiken in der Kritik. Zusätzlich belasten Paket-Lieferungen und Paket-Retouren Verkehr und Umwelt. Aus Erfahrung weiß ich, das AMAZON seine Alleinstellungs-Macht benutzt um den VK-Preis zu diktieren - wie andere Billig-Discounter auch.
All das paßt wohl wenig zu den Werten und der Ideologie von Vorzeige- und Lieblings-Bio RAPUNZEL.

Kommentar von Hack Cornelia |

amazon ist bekannt für all das, was Sozialstandards und faire Handelsbedingungen komplett ignoriert. Ausbeutermentalität auf höchstem Niveau! Rapunzel sieht sich hier richtig? Der ganze Naturkost EH sollte jetzt aufstehen und rausgehen bzw. „handeln“ - ich fände diesen Schritt mehr als angebracht, denn die noch existierenden „Läden“ haben Rapunzel mit groß gemacht seit mehr als 35 Jahren. Was bedeuten die ganzen tollen Awards noch unter diesem Licht? Es gibt Grenzen, und die sind für mich hier erreicht. Unsäglich!

Kommentar von Ulrike Haubner |

Schade dass die BioBranche Amazone nutzt und damit unterstüzt.

Amzon ist Kapitalismus pur ,die Oberen verdienen sich golden die Arbeiter bekommen soviel dass es grad reicht ,Altes einfaches Prinzip .

Amazon ist eine geniale Geschäftsidee für die heutige Zeit ,leider überwiegen aber die Nachteile und eine Monopolisierung war und ist einfach nicht gut.



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