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Pestizide in Bio-Importen

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Avocados
Avocados sind unter anderem am häufigsten mit Pestiziden belastet. Symbolbild © Pixabay/sandid

Eine EU-Statistik zeigt: Besonders häufig werden Pestzide bei Bio-Importen aus China, Indien und der Türkei gemeldet.

Bei Bio-Importen in die EU fallen vor allem Waren aus China, der Türkei und Indien durch Pestizidrückstände und andere Unregelmäßigkeiten auf. Das meldete die taz und berief sich dabei auf eine „inoffizielle Statistik“ der Kommission, die ihr vorliege.

Bananen, Avocados oder Äpfel häufig betroffen

Diese Statistik enthält demnach 390 im letzten Jahr von den Mitgliedsstaaten gemeldete Auffälligkeiten bei Importen aus Drittländern. 17 Prozent davon entfielen auf China, je zehn Prozent auf die Tükei und Indien. In neun von zehn Fällen wurden auffällige Pestizidrückstände gemeldet. Davon seien am häufigsten Bananen, Avocados oder Äpfel betroffen, meldete die taz. Darauf folgten Kräuter, Gewürze und Ölfrüchte sowie Super Foods wie Goji-Beeren.

Laut taz lag China 2018 auch nach der verdächtigen Menge mit rund 9600 Tonnen vorn. „An zweiter Stelle lag die Türkei mit 6100 Tonnen, an dritter Stelle die Republik Moldau mit 5300 Tonnen. Die Ukraine, aus der besonders viele Futtermittel kommen, stand auf Platz 4 mit 4500 Tonnen“, schrieb die taz. Sie merkte noch an, das über 40 Prozent der Fälle von deutschen Unternehmen oder Kontrollstellen gemeldet worden waren. Aus neun EU-Staaten seien keine Meldungen erfolgt.

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