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Ökolandbau Niedersachsen: Mehr Ackerbau und Gemüse

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Acker in Niedersachsen, Windmühle im Hintergrund
Acker in Niedersachsen. Symbolbild © Shutterstock/Oliver Hoffmann

Noch ist Niedersachsen bundesweites Schlusslicht bei der Bio-Fläche. Doch das Agrarland holt auf. Die Zahl der Bio-Bauern nahm 2017 um neun Prozent zu, die von ihnen bewirtschaftete Fläche wuchs sogar um fast 15 Prozent. In seinem Bericht Marktdaten 2018 analysiert das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) dieses Wachstum und stellt detallierte Daten zur Bio-Struktur in Niedersachsen zur Verfügung.

"Gute wirtschaftliche Perspektiven" in Niedersachsen

Während sich 2016 viele Milchbetriebe unter den Umstellern befanden, haben 2017 vor allem Ackerbauern den Schritt zum Bio-Anbau gewagt. „Die guten Öko-Getreidepreise und der hohe Bedarf an heimischen Öko-Futtermitteln bieten gute wirtschaftliche Perspektiven“, schreibt das KÖN dazu. „Jetzt ist es wichtig, dass auch die Vermarktung weiter mitgeht. Der Ökolandbau wächst mit guten Abnahmebedingungen und guten Erzeugerpreisen“, ergänzt KÖN-Geschäftsführerin Carolin Grieshop.

Niedersachsens Gemüse-Anbaufläche 36 Prozent höher als 2015

Schwerpunkt der „Marktdaten 2018“ ist Öko-Gemüse. Verschiedene Karten zeigen den Öko-Gemüseflächenanteil in den einzelnen Landkreisen Niedersachsens und die Hochburgen von Feld- und Feingemüse. Die Gemüse-Anbaufläche in Niedersachsen ist von 2015 auf 2018 um 36 Prozent gewachsen. Gründe dafür sieht der KÖN „in der starken Verbraucher- und Handelsnachfrage nach heimischem Öko-Gemüse und den hohen Deckungsbeiträgen, die Öko-Gemüse erwirtschaftet.“ Doch das meiste Geld setzen Niedersachsen Bio-Bauern immer noch mit Eiern um. 106 Millionen Euro waren es 2017, vier von zehn Bioeiern kommen aus Niedersachsen. Äpfel mit 34 Millionen, Milch mit 33 Millionen und Gemüse mit 30 Millionen Euro folgten beim Umsatz auf den Plätzen. Der KÖN empfiehlt, den Verbrauchertrend zu heimischem Bio stärker zu nutzen. Lebensmittelhandel und Verarbeiter müssten schnell und konkreter auf den Trend reagieren und ihn durch neue Produkte und gutes Marketing verstärken.

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Stichworte:

Forschung und Studien

Landwirtschaft


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