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Öko-Feldtage: Intensiver Austausch und viele Forderungen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Freuen sich über erfolgreiche Öko-Feldtage: Akteure mit dem Anspruch, die ökologische Landwirtschaft zu stärken. © Dennree

Die zweiten bundesweiten Öko-Feldtage knüpften erfolgreich an die Premiere vor zwei Jahren an: Rund 11.000 Besucher aus Landwirtschaft, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien kamen nach Grebenstein in Nordhessen.

Alexander Gerber, Vorstand für Landwirtschaft des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), fast seine Eindrücke von der Veranstaltung wie folgt zusammen: „Tausende Bio-Bauern, ihre konventionellen Kollegen, Studierende, Auszubildende, Politik und Presse überzeugten sich auf den zweiten Öko-Feldtagen live von der Innovationskraft der Ökologischen Landwirtschaft. Die große Öko-Messe auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen präsentierte sich als perfekt organisierter, vielfältiger und lebendiger Branchen-Treffpunkt und innovativer Impulsgeber für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.“

Appell an die Politik: „Weichen auf Bio stellen“

Gerber appellierte an die Politik, sich stärker für den Öko-Landbau zu engagieren: „Den starken Impuls aus der Praxis und das Potenzial, was für die gesamte Landwirtschaft in Öko steckt, muss die Politik unbedingt aufnehmen. Und die Weichen auf Bio stellen – von Agrarpolitik über Forschung, Düngeverordnung oder Lebensmittelkennzeichnung bis hin zur Züchtung und Bodenfruchtbarkeit.“

„Bio-Recht praxistauglich ausgestalten“

Auf den Öko-Feldtagen diskutierte die Bio-Branche, wie die Ausgestaltung der neuen EU-Öko-Verordnung vorankommt. Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), war vor Ort und kommentiert: „Das neue Bio-Recht, dass ab 2021 gilt, wird Stück für Stück um wichtige Regeln ergänzt. Noch vor der Sommerpause soll beschlossen werden, wie künftig Sprossen erzeugt, Bienen gehalten, Fische aufgezogen und mit Katastrophenfällen umgegangen wird. Die Konkretisierungen sind wichtig, denn sie geben den Unternehmen Planungssicherheit.“  

Ebenfalls auf der Zielgeraden sei ein Rechtsakt, der unter anderem die Öko-Tierhaltung und -Verarbeitung konkretisiere. Der Rechtsakt werde voraussichtlich im Herbst 2019 beschlossen. Wichtig sei, dass die neuen Regeln die besonders artgerechte, freilandorientierte Haltung für Bio-Schweine und -Rinder stärken und nicht verhindern, so Röhrig.

„Mobile Bio-Geflügelhaltung fördern“

Der BÖLW-Geschäftsführer nannte auch Forderungen zur Geflügelzucht: „Bei den Regeln für Bio-Geflügel muss sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass die Haltung in besonders artgerechten Mehrklimazonenställen gestärkt wird und eine bessere Auslauf-Nutzung erfolgen kann, indem diese näher an den Ställen liegen. Mit den neuen Regeln sollte auch die Öko-Geflügel-Zucht sowie die mobile Öko-Geflügel-Haltung gefördert werden. Die vorliegenden Entwürfe müssen dazu noch weiter entwickelt werden. Denn die Vorschläge, die gerade vorliegen, reichen für eine Weiterentwicklung der Bio-Geflügelhaltung im Sinne der Tiere nicht aus. Der BÖLW hatte umfangreiche Vorschläge auf den Tisch gelegt, mit denen das neue Bio-Recht hier vorankommt.“

„Stärkung der Öko-Landwirtschaft vom Saatgut bis zum Bio-Fachhandel“

Als Goldsponsor hat die dennree-Gruppe die Öko-Feldtage unterstützt. „Der intensive Dialog und Erfahrungsaustausch aller Akteure ist entscheidend, um die ökologische Landwirtschaft konsequent zu stärken und weiter auszubauen. Ob Landwirte, Forscher, Maschinenbauer oder Händler: Es geht um den gesamten wertschöpfenden Kreislauf der Ökolandwirtschaft – vom Saatgut über Tierwohl bis hin zum Bio-Fachhandel“, sagte Lukas Nossol, Leitung Marketing bei dennree. Diesen regen Austausch zu fördern und zu fordern, sei das Anliegen der Unternehmensgruppe.

Die Öko-Feldtage wurden zum ersten Mal im Jahr 2017 durchgeführt. Veranstalter ist die FiBL Projekte GmbH.
Die nächsten Öko-Feldtage finden im Jahr 2021 in Gießen (Hessen) statt.

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