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Öko-Barometer 2019: Alle wollen bio, fair und regional

von Redaktion (Kommentare: 0)


Begehrt, aber vergleichsweise wenig gekauft: Lebensmittel aus der "Region" © alexandersr / shutterstock

Immer mehr Menschen kaufen Bio-Lebensmittel ein. Dass die aus der Region stammen, ist ihnen besonders wichtig, ermittelte das Ökobarometer 2019 des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Dabei zeigt sich wieder einmal, dass Umfragen nicht immer die Realität abbilden.

Laut Ökobarometer sind „Faire Herstellungs-/Anbaubedingungen“ für 88 Prozent der Deutschen ein „wichtiger“ oder „sehr wichtiger“ Aspekt beim Einkauf von Lebensmitteln. Gleich dahinter kommen mit 86 Prozent die Regionalität und mit 79 Prozent der Bio-Anbau, gleichauf mit „passend zur Saison“. Sogar auf „alte Sorten“ legt die Mehrheit der Deutschen beim Einkauf großen Wert. Der Preis als Einkaufsaspekt taucht in dieser Grafik dagegen gar nicht auf, vermutlich wurde er nicht abgefragt.

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Wichtige Kriterien beim Einkauf von Lebensmittel in Prozent (Quelle: Ökobarometer 2019)

Mit dem tatsächlichen Einkaufsverhalten haben die Antworten der für den Ökobarometer repräsentativ ausgesuchten 1.000 Deutschen wie immer wenig zu tun. Sie geben eher wieder, was die Menschen sich wünschen oder welche Antworten sie für gesellschaftlich opportun halten. Deutlich zeigt das die Frage nach der Einkaufshäufigkeit von Bio: Sechs Prozent gaben an, ausschließlich Bio einzukaufen, 43 Prozent taten dies häufig.

Bio-Einkauf als gewünschte gesellschaftliche Haltung

Gegenüber dem Ökobarometer 2018 ist das beinahe eine Verdoppelung. Gleichzeitig hat sich die Gruppe derer, die bekennen: „Ich kaufe nie Bio“ mehr als halbiert. Das zeigt ganz deutlich, dass sich der Bio-Einkauf durch die Klimadebatte stärker als gesellschaftlich erwünschte Haltung in den Köpfen verankert hat. Womöglich hat auch die flächendeckende Discounter-Werbung für Bio ihren Anteil daran.

grafikEinkaufshäufigkeit von Bio-Lebensmitteln – aktuell und zukünftig 2019 (in %) Quelle: Ökobarometer 2019

grafikZum Vergleich: Einkaufshäufigkeit von Bio-Lebensmitteln – aktuell und zukünftig 2018 (Ökobarometer 2018)

Kaum geändert haben sich die Präferenzen für die Einkaufsstätten. Vollsortimenter liegen weiter vor den Discountern, dann kommen Bäcker, Metzger und Wochenmärkte und erst dahinter der Biofachhandel. Auch die Gründe für den Bio-Kauf sind stabil: Artgerechte Tierhaltung und regionale Herkunft liegen an der Spitze. Gleich dahinter hat sich auf Platz drei ein erstmals abgefragtes Einkaufsmotiv platziert: Sozialstandards/faires Einkommen für den Erzeuger.

Preis für Regionales von vielen als zu hoch empfunden

Die Bedeutung der Regionalität wurde nochmal extra abgefragt: Drei Viertel der Bio-Käufer ist es wichtig, dass die Bio-Lebensmittel aus der Region stammen. Dass dennoch wenig Kunden zu regionalen Lebensmitteln greifen, liegt am Preis. 40 Prozent der Befragten empfanden regionale Lebensmittel (bio und koventionell) als zu teuer.

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Gründe für den Kauf von Bio-Lebensmitteln in Prozent (Quelle: Ökobarometer 2019)

Das Ökobarometer als pdf

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