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Frische Bio-Ware ohne Umverpackung im LEH

von Katrin Muhl (Kommentare: 0)


Bananen im Supermarkt
Symbolbild © Pixabay/StockSnap

Die Handelsketten Norma und Rewe experimentieren mit unverpacktem Bio-Obst und -Gemüse. Bei Discounter Norma sind zunächst nur Bananen ohne Umverpackung aus Plastik im Angebot. Die Supermarktkette Rewe startet einen ähnlichen Test im April, dann aber mit mehr als 100 Bio-Produkten.

Rewe: Test mit unverpacktem Bio-Obst und -Gemüse

Rewe hatte bereits anlässlich der Grünen Woche mitgeteilt, bei Bio-Obst und Bio-Gemüse testweise "weitestgehend auf Plastikverpackungen verzichten oder umweltfreundlichere Verpackungen einsetzen" zu wollen. bio-markt.info hat nun genauer nachgefragt.

Der Test betrifft 107 Bio-Artikel für Obst und Gemüse, bei denen die Verpackungen ganz wegfallen oder umweltfreundlicher gestaltet wurden. Die losen, unverpackten Artikel kennzeichnet Rewe, wie die Bio-Bananen bei Norma, mit Banderolen, Stickern und Anhängern. Die Bio-Artikel werden in eigenen Behältnissen angeboten, so dass es nicht zu einer Kontamination durch konventionelle Ware kommen kann, teilt das Unternehmen mit und versichert, dass Bio-Ware in der gesamten Logistik nicht mit konventioneller in Berühung komme.

Für die lose, unverpackte Ware habe Rewe den Einkauf stark regionalisiert, um durch kurze Transportwege mehr Frische auch ohne Verpackung zu gewährleisten.

Rewe startet den Test ab April. Er soll in 630 Rewe- und nahkauf-Märkten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland durchgeführt werden. Mit den Maßnahmen könnten laut Unternehmensangaben jährlich rund 90.000 Kilogramm Verpackungsmaterial eingespart werden, davon rund 55.000 Kilogramm Kunststoff.

Norma: Bio-Bananen ohne Verpackung

Bananen der Norma-Eigenmarke Bio-Sonne mit Banderole statt Umverpackung aus Plastik
Banderole statt Umverpackung: Bio-Bananen der Norma-Eigenmarke Bio Sonne. © Norma

Bei Norma kommen Bananen der Eigenmarke Bio Sonne jetzt ohne Umverpackung aus. Wie der Discounter mitteilt, sollen künftig Banderolen über Herkunft und Nachhaltigkeit der Südfrüchte informieren. Das spare 50 Prozent Kunststoff-Verpackungsmaterial pro Gebinde. Um Pestizide ausschließen zu können, werden die Bananen in regelmäßigen Abständen analytisch untersucht, teilt Norma auf Anfrage von bio-markt.info mit.

Bei den Bio-Bananen soll es nicht bleiben. Norma plant in allen Sortiments- und Logistikbereichen, Verpackungsmaterial zu reduzieren, heißt es bei dem Unternehmen aus Nürnberg. Bio-Tomaten, Bio-Kiwi sowie Bio-Äpfel etwa werden in Graspapierverpackungen verkauft.

Linktipp

Über den Verbraucherärger um in Plastik verpackte Bio-Frischware im Supermarkt hat der Bayerische Rundfunk einen interessanten Beitrag veröffentlicht, in dem auch Akteure der Bio-Branche zu Wort kommen.

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