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Nanokleines Trennmittel E 551 schlägt auf den Magen

von Leo Frühschütz (Kommentare: 1)


Symbolbild © Pixaybay

Der Zusatzstoff Siliciumdioxid E 551 sorgt dafür, dass Trockennahrungsmittel wie etwa Fertigsuppen oder Gewürze rieselfähig bleiben. Siliciumdioxid ist eigentlich nichts anderes als Quarzsand, weswegen E 551 bisher als unbedenklich galt. Doch das Trennmittel ist kein natürlicher Quarzsand, sondern ein synthetisch hergestelltes Pulver, dessen Körnchen beim gängigen Herstellungsverfahren nur einige Millionstel Millimeter groß sind – Nanoteilchen eben.

Diese Teilchen haben nun in Laborversuchen Zellen aus der Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes verändert. In den Versuchen im Rahmen eines Schweizer Forschungsprogramms hatten die Wissenschaftler um den Züricher Professor Hanspeter Nägeli so genannte dendritische Zellen verwendet. „Diese Zellen sind in der Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes eingebettet und sind die Wächter der Immunabwehr unseres Verdauungssytems. Sie aktivieren das Immunsystem, wenn krankmachende Keime auftauchen und stellen gleichzeitig sicher, dass Nahrungsmittelbestandteile und harmlose Darmbakterien von unserem Körper toleriert werden und keine Abwehrreaktion auslösen“, heißt es in der Darstellung des Forschungsprojekts.

Wurden diese Zellen in Kontakt mit Siliciumdioxid Nanopartikel gebracht, begannen sie, „ein entzündungsregulierendes Signalmolekül (Interleukin-1β) auszuscheiden“. Die Wissenschaftler folgerten daraus, dass diese Nanopartikel „zu einer entzündlichen Reaktion im Darm führen können. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass die Konzentration von Siliciumdioxid-Nanopartikeln in Lebensmittelzusatzstoffen reduziert werden sollte.“ Als nächstes sollten Versuche mit Tieren gemacht werden, um die Ergebnsise zu bestätigen, schreiben die Forscher.

Solche Versuche haben französische Wissenschaftler mit dem weiß färbenden Zusatzstoff Titandioxid E 171 unternommen, der ebenfalls einen Anteil an Nanopartikeln erhält. Ein Teil der damit gefütterten Ratten entwickelten bei chronischer Aufnahme Tumore im Darm. Zudem beobachteten die Forscher, dass diese Substanz sich schädlich auf das Immunsystem auswirkt und Darmentzündungen hervorruft.

E551 ist auch für Öko-Lebensmittel zugelassen, allerdings mit der Einschränkung „Siliciumdioxid als Gel oder kolloidale Lösung“ und nur für Kräuter- und Gewürzpulver, Aromen und Propolis. In der Praxis kommt er jedoch kaum vor. Salze und Gewürze im Bio-Laden enthalten keine Rieselhilfen. Die Anbauverbände Naturland, Bioland und Demeter empfehlen ihren Verarbeitern, Salz und Gewürze ohne Rieselhilfen zu kaufen und lassen, falls doch, nur Calciumcarbonat E 170 zu. Titandioxid E 171 ist für Öko-Lebensmittel nicht erlaubt. Verwendet wird es als mineralischer Sonnenschutz in Naturkosmetik. Doch da bleiben die Teilchen auf der Haut – und werden nicht gegessen.

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Kommentar von Agrarius |

Hallo an die Leser und Redaktion.
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Agrarius


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