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Nährwertkennzeichnung: Neuer Vorschlag

von Redaktion (Kommentare: 1)


Diese Kennzeichnung des Max-Rubner-Instituts soll alle Interessen vereinen © MRI

Das Max Rubner-Institut hat ein Nährwertkennzeichnungsmodell entwickelt, das eine Brücke zwischen den verschiedenen Interessen schlagen soll.

Es ist nichts grundsätzlich Neues – und genau das sei das Ziel: Im Reigen der Nährwertkennzeichen, die aktuell vorgestellt, diskutiert und teilweise auch schon angewendet werden, soll der Entwurf des Max Rubner-Instituts eine Verbindung zwischen dem schaffen, was bisher schon an Gutem und Vorteilhaftem vorhanden ist. Zugleich habe es die wichtige Aufgabe, eine Brücke zwischen den verschiedenen Interessen, die bei der Einführung einer Nährwertkennzeichnung zu berücksichtigen sind, zu bilden – eine Brücke, die im Idealfall für alle einen gangbaren Weg darstellt.

Algorithmus bestimmt die Gesamtbewertung

Die Pfeiler der Brücke stehen dabei nach Angaben des Instituts auf einem wissenschaftlichen Fundament: Angefangen bei der bis ins Detail festgehaltenen und für Externe nachvollziehbaren Vorgehensweise bei der Entwicklung solch einer Nährwertkennzeichnung bis zur Einbeziehung eines auf wissenschaftlicher Grundlage aufgebauten Algorithmus für die Gesamtbewertung der Lebensmittel.

Eine Gesamtbewertung soll allen, die es eilig oder nur ein begrenztes Interesse an den Tiefen des Ernährungswissens haben, eine schnelle Einordnung des Lebensmittels ermöglichen. Die aus der Hotelbewertung bekannten Sterne und die mit der Qualität des Lebensmittels zunehmende Farbintensität seien auch ohne zusätzliche Erläuterung leicht nachvollziehbare Signale. Der Gesamtbewertung liege der Nutrient Profiling System Score der Food Standards Agency in Großbritannien zugrunde, auf den der in Frankreich entwickelte Nutri-Score-Algorithmus basiert. Dieser Algorithmus kann und soll in Zukunft noch weiter optimiert werden.

Leichte Auswahl ohne Stigmatisierung

Aktiv, also farblich hervorgehoben, sind nur die Bereiche für die Inhaltsstoffe, die unter den Grenzwerten der wissenschaftlich belegten Aussagen nach der Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben der EU (Health Claims-Verordnung) liegen. Jeder Mensch soll weiter seine Lebensmittelauswahl frei und ohne Stigmatisierung treffen können – aber es soll ihm so leicht wie möglich gemacht werden, die Entscheidung zu treffen, die seine Gesundheit unterstützt. Entsprechend bleibe das Nährwertkennzeichen-Modell sachlich und informativ in der Darstellung.

Bewertung durch Verbraucher erforderlich

Wie das Max Rubner-Institut in seinem Bericht zur Bewertung der vorhandenen Nährwertkennzeichnungssysteme dargelegt hat, kann man für die Bewertung eines Kennzeichens Kriterien festlegen und diese objektiv bewerten. Jetzt muss noch geprüft werden, ob und wie gut die eigentlichen Nutzer des Zeichens, die Verbraucher, die aus dem Nährwertkennzeichnungs-Modell ableitbaren Aussagen verstehen und für ihre Lebensmittelauswahl einsetzen können.

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Kommentar von Josef Prantler, Verbraucher und Lebensmittel-Hersteller |

NUTRI-SCORE ist der einzig richtige Ansatz! Der Vorschlag des Rubner-Institutes ist weit schlechter! NUTRI-SCORE ist wesentlich fundierter, sowie einfacher und aussagekräftiger für die Verbraucher zu lesen. NUTRI-SCORE gilt bereits in 5 EU-Ländern mit 135 Mio. Einwohner. Kein Wirr-Warr in Europe mit verschiedenen Kennzeichnungen! NUTRI-SCORE und gut ist es!


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