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Mit Bio die Nachhaltigkeitsziele schaffen

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Feld
Ökologisch bewirtschaftetes Feld. Symbolbild © Shutterstock/nomadkate

Der ökologische Landbau trägt entscheidend dazu bei, die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Das ergab eine Studie aus den Niederlanden.

In Auftrag gegeben hat sie der Bio-Großhändler Eosta. Auf Grundlage von mehr als 50 wissenschaftlichen Studien, einschließlich mehrerer Studien der Vereinten Nationen, zeigt der Autor, wie die ökologische Landwirtschaft acht der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) unterstützt, etwa den Klimaschutz, Biodiversitätsschutz, Hungerüberwindung und die Sicherung von sauberem Wasser für alle.

Für jedes der acht Ziele wirft die Studie einen Blick darauf, wie der biologische Landbau dazu beiträgt, die negativen Auswirkungen der konventionellen Landwirtschaft auf die Ziele zu kompensieren. Daneben untersucht die Studie auch, inwieweit der Bio-Landbau durch eigene positive Effekte das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele unterstützt. So weist die Studie darauf hin, dass „12 von 15 Literaturrecherchen und Metaanalysen zeigen dass Biolebensmittel tatsächlich nährstoffreicher sind“. Gleichzeitig kommt der Anbau ohne Pestizide aus. Ein wichtiger Punkt, denn laut Studie schätzen die Vereinten Nationen, „dass Pestizide jährlich für 200.000 Todesfälle durch akute Vergiftungen verantwortlich sind“.

Über „Bio“ hinaus

In einem Zusatzkapitel untersuchen Karl von Koerber und Maike Cartsburg von der Münchner Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung München, welche Auswirkungen über „Bio“ hinaus ein nachhaltiger Ernährungsstil auf die SGDs hat. Zu einer solchen Ernährungsweise zählen etwa die Bevorzugung pflanzlicher und gering verarbeiteter Lebensmittel, möglichst regional und saisonal oder aus fairem Handel eingekauft. Das Fazit der Autoren: „Dadurch können die weltweiten Lebens- und Umweltbedingungen verbessert und ein Beitrag zu mehr globaler Gerechtigkeit, zur Friedenssicherung sowie zur Etablierung weltweiter Partnerschaften geleistet werden.“ Einige Best-Practice-Beispiele von deutschen Öko-Betrieben runden den Report ab.

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