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Warum 2019 weniger Fairtrade-Lebensmittel bio waren

von Redaktion (Kommentare: 0)


Bio-Siegel ind Fairtrade-Siegel in Sack mit Kaffeebohnen
76 Prozent des Fairtrade-Kaffees ist gleichzeitig bio. © Transfair

57 Prozent der Fairtrade-Lebensmittel hatten 2019 auch ein Bio-Siegel. Das sind 20 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Mit der Verschiebung hat Lidl zu tun.

2019 gab es über 320 neue Fairtrade-Bio-Artikel (vgl. 2018 waren es 206). Insgesamt machten Bio-Artikel unter den Fairtrade-Lebensmitteln 57 Prozent aus, hat der Verein Transfair (Fairtrade Deutschland) ermittelt. Bei Kaffee lag der Bio-Anteil 2019 bei 76 Prozent (vgl. 2018 waren es 73 Prozent), bei Tee 86 Prozent (vgl. 2018 waren es auch 86 Prozent), und bei Kaltgetränlen 96 Prozent.

Insgesamt  sind 2019 57 Prozent der Fairtrade-Lebensmittel bio-zertifiziert – 20 Prozent weniger als 2018. Damals trugen 77 Prozent der in Deutschland verkauften Fairtrade-Lebensmittel zusätzlich ein Bio-Siegel. Auf Nachfrage erläutert Transfair: "Es handelt sich dabei nicht um einen Rückgang, sondern um ein verschobenes Verhältnis von bio und konventionellen Fairtrade-Produkten. Grund dafür ist die Einführung konventioneller Fairtrade-Bananen bei Lidl. Das heißt, es wurden nicht weniger Bio-Bananen verkauft, sondern einfach mehr konventionelle Fairtrade-Bananen. Der Bio-Anteil sinkt also nur in Relation zum Gesamtabsatz von Fairtrade-Produkten."

Grundsätzlich beobachtet der Verein, dass das gute Gewissen beim Lebensmittelkauf immer stärker in den Fokus von Verbrauchern rückt. Das sei auch aus den seit Jahren steigenden Bio-Umsätzen zu lesen. Auch faire Lebensmittel würden immer stärker nachgefragt. 2018 stieg der Umsatz mit fair gehandelten Produkten laut Transfair um 22 Prozent. „Wer Mensch und Natur schützen möchte, greift zu Produkten, die bio und fair sind“, sagte Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair.

Der Artikel wurde am 02.03.2020 um 18.35 Uhr aktualisiert. Dabei wurden die Zahlen von 2019 in Verhältnis mit den Zahlen von 2018 gesetzt und durch ein Statement von Trainsfair ergänzt.

 

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