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Mehr Bioland bei Lidl

von Redaktion (Kommentare: 3)


Molkereiprodukte der Lidl-Eigenmarke BioOrganic mit Bioland-Zeichen
Molkereiprodukte der Lidl-Eigenmarke BioOrganic mit Bioland-Zeichen. © obs/LIDL/Lidl

Käse, Milch, Butter und Joghurt: Fast alle Molkereiprodukte der Lidl-Eigenmarke BioOrganic tragen jetzt das Bioland-Zeichen.

Seit heute sind die Produkte in allen rund 3.200 deutschen Filialen des Discounters erhältlich – und das zu unschlagbaren Preisen, wie vor dem Jahreswechsel in Werbeprospekten angekündigt.

Ein Viertel Bioland-Produkte

Zeitgleich hat Lidl Weizen- und Dinkelmehl auf Bioland-Standard umgestellt. Damit bestehe das BioOrganic-Sortiments zu etwa einem Viertel aus Produkten in Bioland-Qualität, erläutert Lidl in einer Pressemitteilung.

Lidl will Bioland-Sortiment weiter ausbauen

Erste Bioland-Produkte wie Äpfel, Kresse und Gartenkräuter sind bereits seit November 2018 bundesweit erhältlich. Schrittweise soll das Bioland-Sortiment „in vielen Bereichen kontinuierlich ausgebaut“ werden, teilt Lidl mit. Regional sollen Ende Januar weitere Artikel folgen, zum Beispiel Apfelsaft.

Podium zu Bioland und Lidl auf der Grünen Woche

Im Oktober hatten Lidl und Bioland den Start ihrer langfristigen Kooperation verkündet. Auf der Grünen Woche in Berlin veranstaltet Bioland ein Podium, bei dem der Verband die neue Vertriebsstrategie erläutern will.

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Verbandsware zum Discount-Preis. Das kann den Bio-Fachhandel nicht kalt lassen. Zu lange hat er sich vorgemacht, Bioladen-Kunden würden nicht auf den Preis schauen. Unser Redakteur Horst Fiedler kommentiert.

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Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau: In Berlin findet im Januar wieder die Internationale Grüne Woche statt. Wir haben drei Veranstaltungstipps für die Bio-Branche herausgesucht.

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Kommentar von Claudia Wittmann |

Herzlichen Glückwunsch Bioland!!! Endlich werden die Bioläden dem Erdboden gleichgemacht!!! Seit 12 Jahren arbeite ich in einem Naturkostladen, und seit vielen Jahren kämpfen wir ums Überleben, da die großen Einkaufsmärkte immer mehr Bio-Ware verkaufen. 1. ist eu-bio nicht das Selbe wie Demeter und Bioland, 2. kümmert es die meisten Kunden nicht. Bio ist Bio!?!? Und nun gibt es Bioland-Produkte bei Lidl! Super, dann können wir gleich zumachen, da wir preislich natürlich nicht mehr mithalten können. Und wie viele bleiben, die sagen, wir gehen lieber in einen kleinen Laden, mit persönlichem Kontakt, regional und Bio????
Was ist das für eine Politik, die Bioland führt? Immer mehr, immer mehr, nur den Profit sehen? Wie wollen sie sich mit den Bioläden verhalten? Erst haben sie von den Bioläden profitiert und nun treten sie ihnen in den Hintern. Eine tolle Ideologie!

Kommentar von Torsten Weiler |

Verrat oder geschickter Schachzug? Als bekennender Demeter- und Biolandkunde hat mich die Nachricht beim ersten Blick irritiert. Konnte ich bis dato doch mit meinem ökologisch korrekten Zeigefinger auf die "Zweite-Wahl-Bio-Kunden" der Discounter zeigen und mich damit auch abgrenzen. Schließlich gehöre ich zu jenen Kunden, die das Biosiegel von Bioland und Demeter einzuordnen wissen und die daher auch in der Vergangenheit das Original der Kopie vorzog. Ob der Kunde bei LIDL diesen qualitativen Unterschied zu schätzen weiß, wage ich erstmal zu bezweifeln. Da bei Discountern so ziemlich alles über den Preis läuft darf man unterstellen, dass die Biolandware eher als prestigeträchtige Marketingmaßnahme einzuschätzen ist. Dass dadurch überzeugte Bioladenkunden in Scharen zum Discounter abwandern werden, dürfte eher die Ausnahme sein. Wer beim Discounter einkauft, will in erster Linie Geld sparen. Diese "Grundhaltung" steht meiner Einschätzung nach im klaren Widerspruch zu den Werten okölogisch nachhaltiger Lebensmittelerzeugung nach den Richtlinien von Bioland und Demeter. Man könnte den Einstieg von Bioland bei LIDL daher auch als Verrat an der ökologischen Idee betrachten. Oder ist es eine Kampfansage an die konventionelle Lebensmittelindustrie?

Kommentar von Thorsten Merx |

Wie schön, dass die kleinen Bioläden endlich mal Konkurrenz bekommen! Der Bedarf ist groß und wächst weiter, und bisher kleine Händler verdienen sich eine goldene Nase. Gut für sie, schlecht für viele Kunden, die wegen häufig überteuerter Produkte zu oft konventionelles kaufen oder keine Möglichkeit haben, eine Extra-Runde zum schön außerhalb liegenden Hof zu machen. Ist dieser auch Hersteller, sollte dieser Vorrang besitzen, ist dieser aber nur Händler, soll er wie jeder andere Handel die Konkurrenz im Handel erfahren.


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