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Markenrechte: Auch Gutberlet klagt gegen Alnatura

von Redaktion (Kommentare: 0)


Neben dm-Gründer Götz Werner erhebt auch der ehemalige Tegut-Inhaber Wolfgang Gutberlet Anspruch auf Rechte an der Marke Alnatura. Wie die Lebensmittelzeitung (LZ) berichtet, gehen beide beim Oberlandgericht Frankfurt in Berufung. Im Oktober hatte das Landgericht Frankfurt eine Klage von Werner und Gutberlet gegen ihren Geschäftspartner in erster Instanz abgewiesen.

"Wir haben gemeinsam unser Recht vertreten, und werden das weiterhin auch tun", wird Gutberlet von der LZ zitiert. Gutberlet hatte 2012 Tegut an Migros Zürich verkauft, beide Unternehmen arbeiten eng mit Alnatura zusammen. Auch dem Handelsblatt bestätigte Gutberlet, dass er sich der Klage angeschlossen habe.

Trifolio als dritter Kläger

Als dritten Kläger haben Werner und Gutberlet laut LZ die Trifolio angeführt. Diese anthroposophische Arbeitsgruppe, die sie 1985 mit Alnatura-Gründer Götz Rehn bildeten, sei der Grundstein für die Partnerschaften von Alnatura mit dm und Tegut gewesen. Deswegen würden Werner und Gutberlet nun als "Bruchteilsberechtigte" Anspruch auf die Alnatura-Marken erheben, erklärte das Gericht laut der Zeitung. Offen sei, ob sie die Trifolio auch in zweiter Instanz wieder als Kläger anführten.

Kern der Auseinandersetzung sei eine 1985 getroffene "Vereinbarung" des Trifolio-Trios, die Rehn verpflichte, "Verfügungen jeder Art", Lizenzierungen Dritter und die Bedeutung des Zeichens berührende Maßnahmen "nur nach vorheriger Zustimmung beider beteiligter Vertragspartner zu treffen", so die LZ. Das Gericht stufe aber Trifolio nicht wie die Kläger als Gesellschaft bürgerlichen Rechts ein, sondern als "Gentlemen’s Agreement". Das Landgericht sehe den Beklagten als "formellen und daneben auch materiellen Alleininhaber" der Marke.

Laut Gericht ist unstrittig, dass die Kläger zum Aufbau der Marke "nicht unmaßgebliche Beiträge geleistet haben", von der sie auch "geschäftlich profitieren wollten", schreibt die LZ weiter. 

Rehn will Partnerschaft mit dm fortsetzen

Ungeachtet der juristischen Auseinandersetzungen will Alnatura die Kooperation mit der Drogeriemarktkette dm fortsetzen. „Wenn bei dm Interesse besteht, werden wir weiter zusammenarbeiten“, sagte Alnatura-Chef Götz Rehn im Interview mit der WirtschaftsWoche.

Zudem kündigte er eine Ausweitung des eigenen Ladennetzes auf rund 110 Märkte bis Ende 2016 an. Derzeit betreibt Alnatura 99 Filialen. "Wir erleben eine erstaunliche Nachfrage", wird Rehn in der Wirtschaftswoche zitiert.

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