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Logocos und L'Oréal: Alternativen für den Fachhandel

von Leo Frühschütz (Kommentare: 1)


Frau vor Kosmetikregal
Wer Logocos-Produkte nicht mehr ins Regal stellt, braucht Alternativen. Symbolbild © Shutterstock/GaudiLab

Nach dem Aufkauf durch  L'Oréal wollen einige Bio-Fachhändler Logocos aus ihrem Sortiment nehmen. Und in einer Umfrage von bio-markt.info äußert die Mehrheit aller Teilnehmer, Logocos passe nicht mehr zum Bio-Fachhandel. Doch was stattdessen anbieten?

Der Naturkosmetikhersteller Cosmondial (Marke Benecos) hat die Situation genutzt, um auf die eigene Fachhandelstreue hinzuweisen. „Wir sind ein familiengeführtes Unternehmen, ohne Konzern im Hintergrund - und das wird auch so bleiben,“ teilte Inhaber Stephan Becker mit. Er hatte das Unternehmen vor zehn Jahren zusammen mit seiner Frau Silke gegründet. „Wir stellen Produkte her, die wir mit gutem Gewissen an den Fachhandel liefern können - und nur dort hin“, versichert Becker weiter. Begonnen hatte das Unternehmen vor zehn Jahren mit dekorativer Kosetik zu günstigen Preisen. Inzwischen bietet Benecos auch ein Basissortiment von Pflegeprodukten in der Preiseinstiegsklasse an, darunter auch einige Shampoos.

Eine weitere Alternative für Fachhändler, die keine L'Oréal-Marken führen wollen, könnte auch der Hersteller Ayluna sein. Das Unternehmen bietet Pflanzenhaarfarben, Shampoos und eine Basis-Körperpflege an. Die Haarfarben liegen preislich gleichauf mit denen von Logona, obwohl (anders als bei Logona) sämtliche färbenden Zutaten aus Bio-Anbau stammen. Die Shampoos kosten (im Online-Shop) mehr als die von Logona, kommen aber ohne Alkohol als Konservierer aus. Das Gesicht hinter Ayluna ist Heinz Jürgen Weiland, jahrzehntelang Chef-Entwickler bei Logocos. Er hatte das Unternehmen verlassen, nachdem klar geworden war, dass es über einen Strohmann an eine Schweizer Holding verkauft worden war, hinter der womöglich kasachische Oligarchen standen.


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Kommentar von Petra Rahn |

Sehr geehrtes Team,
ich finde es furchtbar, daß immer mehr vormals gute Bio-Firmen an die konventionelle Firmen verkauft werden, siehe auch Pukka an UniLever und Tautropfen wurde von einer chiniesischen Firma gekauft. Natürlich muß ich jetzt als Frau meine Kosmetik umstellen um diese Firmen nicht zu unterstützen, aber ich bin seit 30 Jahren in der Biobranche und werde mit Sicherheit die o.a. Firmen nicht mehr einkaufen.
Ich hoffe das Logocos jetzt einen Umsatzeinbruch hat, damit andere Firmen gewarnt sind, falls sie solche Übernahmen vorhaben. Der Fachhandel ist mir wichtig und diese Greenwashings werde ich nicht unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Petra Rahn



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