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Logocos auslisten oder nicht? Biomare fragt Kunden

von Katrin Muhl (Kommentare: 4)


Produkte von Logocos
Produkte von Logocos: Zu ihrem Verbleib im Sortiment befragte Biomare seine Kunden. © Logocos

Auf die Nachricht vom Verkauf der Logocos-Gruppe an L'Oréal hat der kleine Bio-Filialist Biomare mit einer Kundenbefragung reagiert.

Information zur Kundenbefragung bei Biomare © Biomare
Information zur Kundenbefragung bei Biomare © Biomare

In den drei Biomare-Filialen in Leipzig wurden fast 300 Stimmzettel ausgefüllt.

Biomare Stimmzettel Kundenbefragung zum Verkauf von Logocos an L'Oreal
Stimmzettel zu Logocos und L'Oréal © Biomare

Die Mehrheit hat für die Auslistung der Logocos-Marken aus dem Biomare-Sortiment gestimmt.

Biomare Auswertung Kundenbefragung zum Verkauf von Logocos an L'Oreal
Auswertung der Ergebnisse © Biomare

Malte Reupert, Gründer und Geschäftsführer von Biomare, ist mit der Kundenentscheidung zufrieden:

Biomare Geschäftsführung Zitat zur Kundenbefragung zu Logocos und L'Oreal
- Malte Reupert, Gründer und Geschäftsführer von Biomare. © Biomare

 

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Kommentar von Grünlicht |

Sehr gut!

Kommentar von Karin Zemanek-Münster |

Das Naturkaufhaus Body & Nature in Würzburg hat mit Mitarbeiterinnen wie Kundinnen gesprochen. Die Entscheidung Logocos auszulisten ist nach 23-jähriger Zusammenarbeit nicht leicht gefallen, war aber schnell entschieden. Wir werden Konzern wie L´Òreal nicht gestatten, sich an unserer Arbeit zu bereichern. Und Nestle ist seit Jahrzehnten unser Gegner, ob dies ihr verlogenes Vorgehen bei stillenden Mütter in Afrika war oder die Vereinnahmung von Wasserquellen durch korrupte Regierungen.

Kommentar von Quartiersladen eG |

Auch wir haben alle Produkte von Logocos aus dem Sortiment genommen. Bis jetzt war die Reaktion unserer Kundinnen und Kunden sehr positiv.
Herzliche Grüße aus dem Quartiersladen eG in Freiburg

Kommentar von Franz Duchesne |

Vermutlich gehöre ich nicht zu der Mehrheit der befragten Kunden …
Wäre es nicht etwas smarter, Bedingungen zu stellen für eine Beibehaltung im Sortiment, statt den Auslistungs-Holzhammer zu schwingen ?
Solche Bedingungen könnten zB sein :
- Beibehaltung der Firma Logocos und ihrer Mitarbeiter, der Produktentwicklung und Kosmetik-Herstellung am Firmensitz (dort arbeiten schliesslich Menschen, die seit 10 oder 20 jähren Naturkosmetik herstellen!)
- weiterhin ausschliesslich naturkosmetisch zertifizierte Produkte

Es ist ja nicht so, dass alle Kunden im Bioladen ausschliesslich Autos fahren, die von mittelständischen Familienbetrieben gefertigt sind, durch Brillengläser gucken, die vom Optiker handgefertigt sind und nur Medikamente nehmen, die vom Apotheker selber gemischt wurden. Meine Schilddrüsen-Medikamente jedenfalls kommen auch von einem Grosskonzern…
Vielleicht hat es ja auch etwas Gutes, dass BIO nun so weit in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, dass auch die ganz Grossen sich dafür interessieren. Und vielleicht sogar ernsthaft.
Um das seriöse Interesse sicher zu stellen, um tatsächlichen Einfluss zu gewinnen, macht es aus meiner SIcht mehr Sinn, "rote Linien" zu definieren, deren Überschreitung Konsequenzen wie Auslistung zur Folge haben kann. Das scheint mir deutlich effektiver als aus schlichter Berührungsangst mit Konzernen weg zu tauchen, keine Bedingungen zu stellen, die Auseinandersetzung zu vermeiden .
Auf diese Art nimmt sich die Biobranche eine Möglichkeit, realen Einfluss geltend zu machen. Und lässt die Leute bei Logona alleine…



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