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Klimastreik: Bio-Händler machen mit

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Es gibt keinen Ersatzplaneten © nicostock / shuttersock

Am kommenden Freitag, den 20. September, ist der große Klimastreiktag. Viele Bio-Läden machen mit – und manche sperren auch zu. Denn am Freitag heißt es: #AlleFürsKlima.

Die Bio-Branche hat sich längst mit den streikenden jungen Menschen von Fridays for Future solidarisiert. Deshalb ist es für viele Betriebe Ehrensache, den großen weltweiten Klimastreik am 20. September zu unterstützen. Einige Betriebe streiken mit und sperren für ein paar Stunden zu. Das zeigt eine kurze Onlinesuche mit Klimastreik und Bioladen als Stichworte. Eine unvollständige Auswahl:

Klimaaktionswoche im Anschluss

„Wir gehen zur Demo, kommt ihr mit?“ fragt das Frauenkollektiv von Naturkost Kraut&Rüben in Berlin seine KundInnen und schließt den Laden von 12 bis 16 Uhr. Während der anschließenden Klimaaktionswoche von 21. bis 27. September wird der Laden die Herkunft von Obst und Gemüse kennzeichnen: Grün für regional, weiß für Deutschland, gelb für Europa und rot für den Rest der Welt.

Bei Kornhaus Naturkost in Dortmund heißt es „Wir beteiligen uns am Klimastreik und haben daher am Freitag, den 20.09.2019 von 12-14 Uhr geschlossen, um an der Demo der Fridays for Future auf dem Friedensplatz teil zu nehmen.“

Interner Workshop bei Kornkraft

Beim nordwestdeutschen Regionalgroßhändler Kornkraft geht am Freitag zwischen 12 und 14 Uhr niemand ans Telefon. „In dieser Zeit veranstalten wir einen internen Workshop zum Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit“, heißt es auf der Webseite von Kornkraft.

Momo 5 Minuten geschlossen

Der Bioladen Momo in Bonn ruft auf seiner Webseite zur Demo auf. Geschlossen bleibt der Laden symbolische 5 Minuten, von 5 vor 12 bis 12. „Denn eigentlich sind wir die Vorbilder für klimaschonenden, vielleicht sogar klimaneutralen, zumindest klimakompensierten Handel, vom Anbau bis in den Laden: Luft nach oben gibt es immer, daran arbeiten wir“, heißt es auf der Webseite.

Die Belegschaft von Bio am Hafen in Greifswald wird sich am dortigen Streik beteiligen. Doch ganz zusperren will Markus Maaß sein Geschäft nicht. „Unser Einzugsgebiet reicht weit ins Land, und wir möchten nicht, dass KundInnen oder Lieferanten vergeblich zu uns fahren“, schreibt Maaß auf seiner Webseite. Alle KundInnen rechtzeitig zu informieren sei nicht möglich. Doch man werde an diesem Tag als Zeichen „nur mit den notwendigsten Energiequellen arbeiten und dies ausdrücklich mit Informationen zum Klimastreik verbinden“.

Bio Company und Alnatura verteilen Obst und Gemüse

Die BioCompany stellt die MitarbeiterInnen ihrer Zentrale für die Demo frei. Den Markt an der Friedrichstraße, der an der Demo-Strecke liegt, schließt das Unternehmen ab Mittag. „Die Mitarbeiter*innen dort verteilen Äpfel und Möhren an die Demonstrierenden“, teilte Bio Company-Geschäftsführer Georg Kaiser mit. Warum er nicht alle Läden schließt? „Dies würde einen hohen CO2-Abdruck durch unkontrollierbaren Verderb unserer tagesfrischen Produkte bedeuten. Daher haben wir einen alternativ-ergänzenden Weg zur Unterstützung des Klima-Protests gewählt“, schreibt Kaiser.

Und Alnatura meldete: „Zum einen beteiligen sich Alnatura Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Demonstration, zum anderen erhalten Schüler/-innen und Studierende in jedem Alnatura Super Natur Markt frisches und saisonales Bio-Obst geschenkt.“

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