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Klimastreik: Bio-Branche ist dabei

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Demonstrierende bei Fridays for Future
Streiken fürs Klima. Symbolbild © Shutterstock/Corinna Haselmayer

Das Europaparlament in Straßburg hat für Europa den "Klimanotstand" ausgerufen – einen Tag bevor mit Fridays for Future wieder Hunderttausende für das Klima auf die Straße gehen. Auch viele Bio-Unternehmen sind dabei.

Das Folgende sind einige Beispiele die uns per Unternehmensmitteilung oder bei einem kurzen Streifzug durchs Netz in die Hände fielen. Die Liste ist also bei weitem nicht vollständig.

Basic spendet 5.000 Euro

Der Münchner Bio-Filialist Basic spendete 5.000 Euro an Fridays for Future München und das Bündnis „München muss handeln“. In diesem Bündnis sind hunderte von Organisationen und Unternehmen vereint, die die komminalpolitischen Klima-Forderungen von Fridays for Future München unterstützen und dem Stadtrat Druck machen. Basic ist eines von zahlreichen Bio-Unternehmen in diesem Bündnis. Vertreten sind dort auch Vollcorner, Tagwerk, Ökoring, Bioland, Naturland, die Ökokiste Isarland, Herrmannsdorfer, Fritz Mühlenbäcker. Naturkost Hollerbusch und der Biomarkt Stemmerhof.

Dennree stellt Azubis frei

Viele Auszubildende von Denn´s Biomarkt und Dennree beteiligen sich vor Ort an den Aktionen. Das Unternehmen hat seine Azubis eigens dafür freigestellt. Joseph Nossol, Geschäftsführer von denn´s Biomarkt, begründet das so: „Als Biohändler wollen wir ein Zeichen dafür setzen, dass es Zeit ist, entschiedener zu handeln. Deswegen begrüßen wir es sehr, wenn sich unsere Auszubildenden am Klimastreik beteiligen und ermöglichen ihnen das gern.“

Auf so mancher Bio-Webseite, etwa bei klatschmohn-gießen.de, taucht gleich das große Banner vom Klimastreik auf und mit einem Klick gelangt der Besucher vom Laden zur Streikseite von Fridays for Future. Die GLS Bank hat das Streiklogo als Profilbild für ihren Facebook-Auftritt hochgeladen. Beim Regionalgroßhändler Kornkraft steht unter Aktuelles: „Wie beim letzten Streiktag wollen wir auch dieses Mal ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen. Von 12 – 14 Uhr werden wir am 29.11.unsere Arbeit ruhen lassen und stattdessen einen internen Workshop zum Thema Klimawandel mit unseren Mitarbeiter*innen gestalten.“

„Was wir jetzt brauchen, ist ein #NeustartKlima: Es muss endlich Schluss sein mit Pillepalle und business as usual. Wir fordern Klimagerechtigkeit – und zwar jetzt! Doch dafür braucht es ein komplettes Umsteuern und Maßnahmen, die uns wirklich auf den Weg der Klimaneutralität bis 2035 bringen. Einen Ausstieg aus der Kohle, der nicht noch 19 Jahre auf sich warten lässt, eine Neuauflage der Energiewende so schnell wie nötig und das Ende von Subventionen für Kohle, Öl und Gas. Kurz gesagt: eine Bundesregierung, die ihrer Verantwortlichkeit nachkommt und sich nicht weiter hinter Ausreden und Mutlosigkeit versteckt.“ – Aus dem Aufruf von Fridays for Future

 

Ein Beispiel für die vielen Bio-Ladnerinnen und Bio-Ladnern, die selbst aktiv sind und für die Streiks mobilisieren, ist Martin Sulzbacher, der den Laden Naturkost Querbeet in Kassel betreibt. „Mir ist die regionale Vernetzung von Menschen wichtig, die umwelt- und klimabewusst handeln“, sagt der altgediente Ladner. Deshalb ist er auch im Klimabündnis Kassel dabei, hat in seinem Geschäft mit Plakaten und Flyern aktiv für den Klima-Streik geworben und ist morgen auf der Straße. Wie so viele Bios. Mehr zu Engagement der Naturkostbranche für den Klimaschutz wird es in der Januar-Ausgabe von BioHandel geben.

Wie am 20. September demonstrieren auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des bioverlags, zu dem bio-markt.info gehört, wieder in verschiedenen Städten mit.

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