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Kernsortiment für den Bio-Fachhandel?

von Redaktion (Kommentare: 1)


Gemüse-Regal
Symbolbild © Shutterstock/Adisa

Einzelhändler und Hersteller aus der Naturkostbranche waren kürzlich bei Kornkraft im niedersächsischen Huntlosen. Wie der Großhändler für Bio-Produkte mitteilt, seien rund 50 Branchenakteure der Einladung gefolgt und zum Fachtag gekommen. In Workshops und Vorträgen beschäftigten sie sich mit dem Thema Positionierung im immer stärker umkämpften Biomarkt.

Timo Tottmann, Geschäftsführer der Regionalen, einem Zusammenschluss von regionalen Großhändlern, präsentierte ein neues Projekt, in dem Großhändler ihre Sortimente miteinander abgeglichen haben – mit dem Ziel ein gemeinsames Kernsortiment zu entwickeln. Die Grundlage war eine ABC-Analyse von Biovista-Daten. Der zufolge werden 50 Prozent des Umsatzes mit den Topsellern der Top-Marken erwirtschaftet. „Wir möchten herausfinden, was die unterschiedlichen Marktteilnehmer voneinander erwarten und was sie bereit sind, dafür in die Waagschale zu werfen“, erklärte Robin Schritt, Geschäftsführer Kornkraft Naturkost.

Christoph Gerhard von der Unternehmensberatung Bio Category Management, appellierte an die Bio-Läden, sich auf ein Kernsortiment zu verständigen. Die Topseller sollten sich in allen Naturkostfachgeschäften wiederfinden und gut präsentiert werden, um die gemeinsame Wiedererkennbarkeit von Naturkostfachgeschäften als kompetente Einkaufsstätte zu erhöhen. Mit den restlichen Artikeln im Sortiment könnte neben regionalen Aspekten auch das individuelle Profil des Ladens erarbeitet werden. Die anwesenden Hersteller betonten ihr Interesse daran, ein Grundsortiment verbindlich zu listen, damit verbunden auch die Möglichkeit einer schnelleren Einlistung von Neuprodukten. 

Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN, stellte die Frage zur Diskussion: Was braucht es, um die Zukunft für den Bio-Fachhandel zu gewinnen? Einige Statements:

 

„Durch einen gemeinsamen Weg, Miteinander und die Menschen,
die trotz Widersprüchen zusammenarbeiten,
hat die Branche eine Chance zu bestehen.
Die gemeinsamen Werte nach vorne zu stellen ist gut.“

 

„So unterschiedlich und different wir sind in unserer Unternehmensausrichtung,
so klar ist es auch, dass wir gemeinsame Werte haben.
Darauf sollten wir uns in der Branche gemeinsam besinnen,
was uns ausmacht. Die Kunden kommen zur „Sinnsuche“
in unseren Laden und brauchen eine werteorientierte Antwort.
Werte, die jeder Ladner bei sich vermitteln kann.“

 

„Ich möchte als Branche an einem Strang ziehen,
nur gemeinsam sind wir stark, da kann uns die Kampagne helfen.“

 

„Wir brauchen diese Diskussion. Was ist Sinn der Sache?
Wir müssen weg vom Preismarketing und Kunden aufzeigen,
dass sie bei uns mehr als Produkte erhalten.“

 

Neue BNN-Kampagne

Der BNN arbeitet gerade an einer Kampagne zur Stärkung des Fachhandels, die auch bei Kornkraft vorgestellt wurde. Mehr zum Stand der Dinge lesen Sie im Artikel Gemeinsam Neues bewegen.

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Kommentar von Dirk Siemenowski |

Wer kommt den auf so einen schmalen Pfad. Dich nur Läden die sowieso den Überblick verloren haben, oder Hersteller die nicht in der Lage sind interessante Sortimente/Produkte zu gestallten und entwickeln.
Es sollte mal darüber nachgedacht werden wie in Zukunft Sortimentsmäßig ein Laden aussehen könnte. Die jungen Unternehmen, die die Innovationen bringen, werden vom Biohandel weggeschickt. Da bleibt ja nur das langweilige Restprogramm. Händler handeln und verwalten nicht.
Ich habe gelernt dass man vom stärkeren lernen soll und es besser machen und nicht alte Socken wieder auspacken.



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