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Im Check: Nachhaltiges Handeln von Supermärkten

von Redaktion (Kommentare: 1)


© dashadima – Fotolia.com

Die Initiative Rank a Brand untersucht Unternehmen auf ihre Transparenz zur Nachhaltigkeit. Im aktuellen Check nahmen die Prüfer 14 beliebte Supermärkte unter die Lupe.

Das Ergebnis: Die Kommunikation zum Thema Nachhaltigkeit nehme zwar zu – Substanz werde dabei jedoch zu wenig geboten. Die drei Bio-Filialisten Alnatura, denn’s und Bio Company schneiden im Ranking am besten ab und werden als "empfehlenswert" eingestuft. Untersucht auf ihre Maßnahmen bezüglich Klima- und Umweltschutz sowie Fairness im Handel wurden zudem Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Kaiser’s, Kaufland, Lidl, Netto, Penny, real, Rewe und Spar.

Nur wenige Nachhaltigkeitsberichte

Die Prüfer bemängelten, die bereitgestellten Informationen seien allgemein zu wenig stichhaltig. Einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichten lediglich Alnatura, die Rewe Group (Eigner von Rewe und Penny) und Metro Group (Eigner von real). Im Vergleich zu Unternehmen aus der Unterhaltungselektronik, Lebensmittelherstellung oder der Textilwirtschaft sowie im Hinblick auf die zentrale Rolle der untersuchten Lebensmittelhändler im deutschen Einzelhandel, sei das "auffallend schwach", so Rank a Brand.

Über ihre Maßnahmen zum Klimaschutz berichteten abgesehen von Aldi Nord alle Einzelhändler. Beim Thema erneuerbare Energie bleibe die Berichterstattung der einzelnen Märkte überwiegend unklar. Hier seien es allein die Biomärkte AlnaturaDenn’s und die Bio Company, die positive Bewertungspunkte erzielen.

Über die Emissionswerte je Quadratmeter Verkaufsfläche berichten mit der Rewe Group und Metro Group nur zwei Unternehmen. Alle weiteren untersuchten Märkte kommunizierten unzureichend oder gar nicht darüber, ob erneuerbare Energie bezogen wird. Kritisch sei zudem, dass kein Unternehmen konkrete, beziehungsweise überzeugende Ziele zur Reduktion der gesamten betrieblichen Klimaemissionen kommuniziere.

Bio-Filialisten überzeugen beim Umweltschutz

Beim Umweltschutz überzeugen ebenfalls vor allem die Biomärkte AlnaturaDenn’s und Bio Company - vor allem beim "Anteil umweltzertifizierter Produkte am Gesamtsortiment" im Allgemeinen sowie "Fischfang", "Tierwohl", "Soja" und "Palmöl" im Speziellen.

Auch beim Thema Fair Trade lässt laut den Ergebnissen die Kommunikation zu wünschen übrig. Zwar hätten alle Einzelhändler Fair-Trade-Produkte im Sortiment, doch bei der Beantwortung konkreter Fragen mussten sie allesamt passen. So mache etwa kein einziger Händlers deutlich, wie hoch der Anteil sozialzertifizierter Produkte am Gesamtsortiment ist, heißt es.

Die Initiative Rank an Brand, laut eigenen Angaben vor allem von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen, will mit ihren Untersuchungen sensibilisieren: Markenhersteller für Unternehmensverantwortung und Transparenz und Verbraucher für Nachhaltigkeit und ihre Einflusskraft.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Untersuchung gibt es hier.

(Bild: © dashadima – Fotolia.com)

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Kommentar von Peter Modrei |

Ich bin sehr enttäuscht, dass auf vielen Denns Märkten trotz Eignung keine PV Anlagen montiert sind. Gerade tagsüber wird in den Märkten viel Strom verbraucht. Diese Art der Nachhaltigkeit wäre sogar wirtschaftlich, deswegen kann ich Denns nicht empfehlen
Andere , z.B. Aldi, sind da glaubhafter.


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