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IFOAM EU Congress: Die wichtigsten Punkte

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Dumitru Daniel Botănoiu, Staatssekretär und Vertreter der rumänischen Präsidentschaft, spricht bei der Eröffnung des Kongresses. Er fordert eine grünere und gerechtere Gemeinsame Agrarpolitik für Bürger und Landwirte.
Dumitru Daniel Botănoiu, Staatssekretär und Vertreter der rumänischen Präsidentschaft, spricht bei der Eröffnung des Kongresses. Er fordert eine grünere und gerechtere Gemeinsame Agrarpolitik für Bürger und Landwirte. © Ifoam EU

Innovation und Technologie – darum ging es beim jüngsten European Organic Congress, den IFOAM EU im Juni in Bukarest, Rumänien veranstaltet hat. 160 Teilnehmer aus 21 Ländern waren dabei. Das waren die wichtigsten Punkte:

Innovation und Technologie

  • Technologien wie das Internet der Dinge (IoT), Big Data Analytics und künstliche Intelligenz können mit der Ökologie arbeiten und sie nicht kontrollieren. Es ist wichtig, dass wir die Technologie an die natürlichen Kreisläufe und an die agroökologischen Systeme anpassen können. Wenn es um Technologie geht, sind Daten und deren Eigentum wichtige Herausforderungen.
  • In der (biologischen) Landwirtschaft gibt es interessante Beispiele dafür, wie das Internet der Dinge, Big Data Analytics und künstliche Intelligenzen genutzt werden können. Gleichzeitig diskutierte man beim Kongress ausführlich die sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen, ethischen, technologischen und politischen Aspekte, die mit den neuen technischen Möglichkeiten zusammenhängen. Die gesammelten Beiträge werden in ein IFOAM-Positionspapier der EU zu diesem Thema einfließen.
  • Bei der Umgestaltung von Lebensmitteln und Landwirtschaft braucht es Innovationen nicht nur im technischen, sondern auch im sozialen Bereich, sowie im Management und in Sachen Know-how. Erfolgreiche Kommunikation und ein transdisziplinärer Ansatz im Bio-Bereich sind entscheidend, wie Beispiele der Farm Vermigrand, der Verbraucherorganisation Bio Sud Ouest France und der Organisationen der Leading Organic Alliance zeigten.

Politisches

  • Öffentliche Gelder sollen in öffentliche Güter fließen. Da waren sich die  Vertreter der Kommission, der konventionellen Landwirtschaft, der Zivilgesellschaft und des ökologischen Landbaus einig.
  • Bio kann durch politische Unterstützung noch besser werden. Durch die Festlegung verbindlicher Mindestausgaben von 70 % für Umwelt und Klima in jedem GAP-Strategieplan wird der biologische Landbau sein volles Potential ausschöpfen können.
  • Europäischen Öko-Verordnung: Die Arbeiten an den Durchführungs- und Delegiertenakten laufen. Noch in diesem Jahr wird die Europäische Kommission mit den Arbeiten an den Kontrollen beginnen.
  • Klima, Klima, Klima: Es eilt, doch die EU bringt mit ihren Regularien nicht die nötige Geschwindigkeit. Klima und Diversität erlauben keinen Aufschub. Die EU sollte dringend definieren, was die Mittel in der Landwirtschaft neben direkten Zahlungen bewirken müssen, sagte Jan Plagge, Präsident IFOAM EU.

Kurzfilm von IFOAM - Organic International

"Wir sollten uns alle für gutes Essen zu fairen Preisen, Zugang zu Land und eine bessere Zukunft für uns alle zusammenschließen", lautet die Botschaft des Kurzfilms von IFOAM - Organic International, der beim Kongress vorgestellt wurde und nun hier zu sehen ist: http://bit.ly/WeUnite.

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