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3. Forum Grüne Logistik: "Verantwortung wahrnehmen"

von Redaktion (Kommentare: 2)


Diskussionsrunde beim 3. Forum Grüne Logistik mit Elke Röder
Diskussionsrunde beim 3. Forum Grüne Logistik, moderiert von Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN). © Forum Grüne Logistik

Weniger CO2, Feinstaub und Lärm – Branchenakteure, aber auch Logistiker, Wissenschaftler und Politiker kamen beim 3. Forum Grüne Logistik auf dem Gelände von Bio-Großhändler Terra Naturkost zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie man den Güterverkehr der Bio-Branche emissionsärmer gestalten kann.

Es gab Diskussionen und Vorträge. Im ausgestellten Fuhrpark erfuhr man, wie sich alternative Antriebsarten in der Praxis machen. Eingeladen hatten der Bundesverband Naturkost Naturwaren und Bio-Großhändler Terra Naturkost. Rund 80 Fachleute sind dem Angebot gefolgt.

 

„In jedem Fall ist es wichtig, dass die Unternehmen ihre Verantwortung wahrnehmen, sich informieren
und vor allem, dass sie handeln.“

– Dieter Hallerbach, Betriebsleiter bei Peter Riegel Weinimport
und Initiator des Forums Grüne Logistik. 

 


Gernot Liedtke vom Institut für Verkehrsforschung empfahl Gas-Antriebe als Übergangstechnologie auf der langen Meile, wobei Gas aus Reststoffen zu bevorzugen sei. Auf der letzten Meile würden Elektro-Antriebe ein immer ernster zu nehmendes Angebot. Eine optimale Antriebstechnologie werde es in naher Zukunft nicht geben, gab Liedtke zu bedenken, daher müsse am System und an Effizienzsteigerung gearbeitet werden.

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Rahmenbedingungen für eine grünere Logistik schaffen

Ramona Pop, Berliner Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, sagte, die Dieselsubvention sei antiquiert und müsste schrittweise abgebaut werden. Die CO2-Steuer müsse kommen und zwar so, dass ein Lebensstil mit weniger CO2-Last direkt belohnt werde. In Berlin stelle man den städtischen Fuhrpark sukzessive auf Elektromobilität um. Jörg Nolte, Geschäftsführer IHK Berlin der Senatorin sagte Popp die grundsätzliche Unterstützung der Wirtschaft zu. Er mahnte an, dass die Sicherung der notwendigen Wirtschaftsverkehre ebenso gewährleistet werden müsse wie die Versorgung der Bevölkerung.

Drei Verkehrspolitiker stellten sich den Fragen des Auditoriums.

  • Arno Klare, MdB, Berichterstatter der SPD im Ausschuss für Verkehr und Digitale Infrastruktur, betonte, es sei höchste Zeit für eine Verkehrswende.
  • Staatssekretär Ingmar Streese, Bündnis 90/Die Grünen, Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin, sagte, er erwarte, dass die angestrebte Wende allen noch viel abverlangen werde.
  • Bundestagsabgeordneter Stephan Kühn, verkehrspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen, verwies auf die vielen offenen Baustellen in der Rahmengesetzgebung und kritisierte die Prioritätensetzung der Bundesregierung.
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Wie grün ist die Logitsik der Bio-Branche? Das wollten wir beim 3. Forum Grüne Logistik von Elke Röder (BNN) wissen. Außerdem: Erfahrungsbericht zu Erdgas-Lkw und ein Überblick über alternative Antriebsarten.

Röder und Schmitt stellten klar, dass eine neue deutsche Fiskal- und Förderpolitik notwendig sei. Diese müsse stärker darauf ausgerichtet sein, die Klimaziele zu erreichen. Kernthemen der Bio-Branche müssten neu bzw. weitergedacht werden: Regionalität, Lebensmittelverschwendung, Belieferungs-kooperationen. Man müsse die Kräfte bündeln und übergreifend kooperieren, sagte auch Frank Straube, Fachgebietsleiter Logistik der TU-Berlin. Der Bio-Branche bot er apußerdem erprobte Tools zur Bewertung von Logistikketten an. Damit könnten die ihren CO2-Ausstoß reduzieren.

Mehr über alternative Antriebsarten, Erkenntnisse aus dem 3. Forum Grüne Logistik und ein Kurzinterview mit Elke Röder lesen Sie im September in Ihrem BioHandel-Magazin.

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Kommentar von Hermann Heldberg |

Hallo Zusammen,
das ist eines meiner Lieblingsthemen. Die Logistik der Naturkostbranche ist sehr CO² intensiv. Viele der Naturkostläden werden nicht nur von einem Großhändler beliefert. Neben mehreren Großhändlern liefert dann auch noch der eine oder andere Hersteller (z. B. Rapunzel oder Biogarten) über eine Speditionslogistik. Dazu kommen dann noch die direkt Belieferungen von den Erzeugern. Bis heute hat es keine Initiative gegeben unter den Großhändlern sich an einen Tisch zu setzten und zu überlegen ob es nicht möglich ist, eine gemeinsame Logistik zu betreiben. Es ist ja kein Geheimnis wer wen beliefert. Es wäre ein großes Aushängeschild für die Branche wenn sie sich dahin gehend einigen könnte. Würde dann noch mit Umwelt freundlichen Fahrzeugen geliefert, um so besser. In Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen wird es jetzt ein Projekt für die Stadt Bremen geben. In diesem Projekt soll die Belieferung der Bio Branche in Bremen und Umland gebündelt werden.
Viele Grüße
Hermann Heldberg

Kommentar von Bernhard Probst |

Viel Gelaber um ein für Bios logische Thema. Vermeiden sprich mehr regional, sollte logisch sein. Und Erdgas funktioniert, bei PKW wie LKW. 3LKW bei uns laufen als reine Erdgasfahrzeuge und sparen gegenüber Diesel auch Kosten. PKW sollten für jede Firma fast Logisch sein. Schaut man aber den Parkplatz zur Biofach an kommen mir leider starke zweifel wieviel Öko hinter der Fassade der meisten Firmen steckt.
Berhard Probst Vorwerk Podemus


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