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Höhere Milchpreise für Demeter-Bauern

von Katrin Muhl (Kommentare: 0)


Milch wird aus Kanne gegossen
Wachsende Nachfrage, gute Preise: Bio-Milchbauern haben eine Perspektive © shutterstock Rattiya Thongdumhyu

Die Molkereigenossenschaft Hohenlohe-Franken (Schrozberg) hat im Mai die Auszahlungspreise für ihre Demeter-Milchbauern erhöht: Pro Kilogramm Milch bekamen die Bauern über 56 Cent.

Dieser Schritt diene der Sicherung des derzeit knappen Rohstoffs Demeter-Milch für den Biofachhandel. Insgesamt könne so eine nachhaltige Zukunftsperspektive für die nächste Generation der Demeter-Landwirte und für den Biofachhandel geschaffen werden, erläuterte Geschäftsführer Friedemann Vogt. Gezahlt wurden 56,79 Cent brutto pro Kilogramm.

Drei Cent über Preis für Verbandsbiomilch

Zum ersten Mal seit Erfassung der Milchauszahlungspreise liege das Demeter-Milchgeld drei Cent über dem Preis für Verbandsbiomilch. Die Molkerei wolle damit den höheren Aufwand der Demeter-Bauern honorieren. Unter anderem beschränkten die Fütterungsrichtlinien die Milchleistung. Im Durchschnitt melken Demeter-Bauern  rund 3.000 Liter pro Kuh weniger als konventionelle Milchbauern.

Die Molkerei Schrozberg verarbeitet seit 1974 Demeter-Milch. Sie wird als Genossenschaft geführt. Rund 100 Demeter-Betriebe liefern jährlich über 27 Mio. Liter Milch.

Milchwerke Berchtesgadener Land zahlten 56,35 Cent pro Kilo

Auch die Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG haben ihre Milchpreise  öffentlich gemacht. Für Bio-Demeter-Milch wurden demnach im Jahresdurchschnitt 2019 (Januar - Mai) 56,35 Cent pro Kilogramm gezahlt, für Naturland-Milch 54,69 Cent.

Zahlen aus dem Vorjahr gibt es von der Molkereigenossenschaft Bayerische Milchindustrie. Siezahlte 2018für Milch in Bioqualität im Schnitt 49,59 Cent netto bei Standardinhaltsstoffen. In Ihrem Jahresbericht schrieb die Genossenschaft von einem spürbaren Trend zu Bio-Milch. Die Anlieferung von Bio-Rohmilch sei um 41,8 Prozent auf 55,2 Millionen Kilogramm gestiegen.

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