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Hersteller lehnen Leitsätze für Alternativprodukte ab

von Redaktion (Kommentare: 0)


Teller mit veganer oder vegetarischer Wurst
Wurst oder nicht Wurst, das ist hier die Frage. Symbolbild © Shutterstock/dourleak

Die Leitsätze für vegane und vegetarische Lebensmittel mit Ähnlichkeit zu Lebensmitteln tierischen Ursprungs stehen bei ProVeg und Herstellern in der Kritik.

Die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK) hatte kürzlich Kennzeichnungsregeln aufgestellt, die aus Sicht des Verein ProVeg und 15 Herstellern vegan-vegetarischer Alternativprodukte willkürlich erscheinen: „Während beispielsweise eine ‚vegetarische Streichwurst‘ weiterhin unter diesem Namen verkauft werden kann, müsste eine ‚vegane Leberwurst‘ in Zukunft eine umständliche Beschreibung wie ‚vegane Sojastreichwurst nach Art einer Leberwurst‘ erhalten."

Keine Irreführung der Verbraucher

„Es bestand kein Bedarf, die bisher üblichen Bezeichnungen neu zu regeln. Seit Jahrzehnten sind vegane und vegetarische Lebensmittel im Handel unter Produktbezeichnungen zu finden, die sich an ihre tierischen Gegenstücke anlehnen. Der übliche Zusatz ,vegan‘ oder ,vegetarisch‘ bietet den Verbrauchern dabei Orientierung und stellt ein wichtiges Verkaufsargument dar“, sagt Felix Domke, Leiter Politik bei ProVeg. Eine repräsentative Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbands habe zudem ergeben, dass Konsumenten nicht durch Bezeichnungen wie „veganes Schnitzel“ oder „vegetarische Bratwurst“ irregeführt würden.

ProVeg und die Unterzeichner plädieren in einer Stellungnahme dafür, die Produkte weiterhin „attraktiv und informativ“ zu benennen. Aus ihrer Sicht sollten die Bezeichnungen der Alternativprodukte zulässig sein, wenn sie den vegan-vegetarischen Charakter deutlich kommunizieren.

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