Anzeige

organic-market.info | Mediadaten | Impressum | Datenschutz

Hamburger Politiker diskutieren über Bio in Kantinen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Podiumsdiskussion hamburg.bio
Podiumsdiskussion von hamburg.bio und GLS Bank © hamburg.bio

Bis 2025 strebt die Hansestadt einen Bio-Anteil von mindestens 50 Prozent in der Gemeinschaftsverpflegung an. Wie ist das zu realisieren? In einem Wahlkampf-Gespräch gaben Vertreter von SPD, Grüne, Linke und FDP ihre Statements dazu ab.

Eingeladen hatten der Wirtschaftsverband hamburg.bio und die GLS Bank. Die Mitglieder von hamburg.bio begleiten die Hansestadt auf dem Weg zur Bio-Stadt. Sie kommen aus der ökologischen Lebensmittelwirtschaft in der Metropolregion. Das gemeinsame Ziel: mehr Bio-Lebensmittel auf den Tellern von Hamburgs Einwohnern.

Hamburg trat dem Biostädte-Netzwerk Ende 2016 bei. Seitdem hätte sich viel getan. In der Gemeinschaftsverpflegung müssten noch enorme Anstrengungen gemacht werden, um bis 2025 mindestens 50 Prozent Bio-Anteil zu realisieren, sagte Karl Wolfgang Wilhelm, Vorstand bei hamburg.bio, in seinem Impulsvortrag. Dafür müsse die Stadt ausreichend Mittel zur Verfügung stellen. An die Diskussionsrunde ging deshalb die Frage, was sie tun würden, wenn sie frei in der Entscheidung wären, wie viel Bio-Anteil sie in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung anstreben wollen? Statements dazu, die uns hamburg.bio zur Verfügung gestellt hat, finden Sie in der Bildergalerie.

Diskussionsteilnehmer:

  • Gert Kekstadt (SPD)
  • Ulrike Sparr (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Stephan Jersch (Die Linke)
  • Dr. Kurt Duwe (FDP)
  • Der Vertreter der CDU hatte kurzfristig abgesagt.

Was würden Sie tun, wenn Sie frei in der Entscheidung wären, wie viel Bio-Anteil sie in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung anstreben wollen?

Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe

Bis auf die FDP waren sich die Parteien weitgehend einig, dass landwirtschaftliche Pachtflächen, die im Eigentum der Stadt Hamburg sind, möglichst nur noch an ökologische Betriebe gehen sollen. Dr. Kurt Duwe von der FDP sagte: „Die Betriebe brauchen langfristige Perspektiven – möglichst sogar über 50 bis 100 Jahre. Die Pachtflächen der Stadt sollen für Landwirtschaft reserviert werden und nicht nur als Ersatzflächen vorgesehen sein.“

Forderung nach verbindlichen Zielvorgaben

Die Forderung nach verbindlichen Zielvorgaben kam aus dem Publikum. Christina Zurek (Ökomarkt e. V.) sagte: „Wir brauchen verbindliche Ziele! In den Städten, in denen wir die haben, da passiert was. Verbindliche Ziele wären ein echter Schlüssel für Hamburg“, und bekam dafür Applaus. Sparr antwortete, die aktuell im Umweltleitfaden festgeschriebenen zehn Prozent seien ja verbindlich, und sie habe den Eindruck, es bewegt sich bereits etwas. „Das heißt nicht, dass wir dabei stehenbleiben sollten“, so Sparr zum Abschluss der Diskussion.

Ein Video der Diskussion hat hamburg.bio bei Facebook bereitgestellt.

Lesen Sie auch:

Bio-Karottensaft von Hipp zu teuer?

Der von Foodwatch als Goldener Windbeutel nominierte Bio-Karottensaft von Hipp hat noch die Chance, "Mogelpackung des Jahres" der Verbraucherzentrale Hamburg zu werden. Der Babykost-Hersteller begründet den beachtlichen Preisanstieg.

Hamburg-Bio-Messe geht in die vierte Runde

Ende Februar, Anfang März richtet der Wirtschaftsverband Hamburg-Bio zum vierten Mal seine Bio-Messe aus. Auch eine Saatgutbörse wird es wieder geben.

Mehr Küchen könnten biozertifiziert sein

Viele Gastronomen und Kantinen verwenden zwar Bio-Zutaten, lassen sich aber nicht als Bio-Küche zertifizieren. Ein Forschungsprojekt soll herausfinden, was sie davon abhält.

Zurück

Uns interessiert Ihre Meinung. Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema!



Jetzt teilen

Anmeldung
Newsletter

Anzeige

Anzeige