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Grünen-Politiker: Bayers Mega-Deal muss gestoppt werden

von Redaktion (Kommentare: 0)


Martin Häusling, Abgeordneter der Grünen/EFA im EU-Parlament und Bio-Bauer

Die geplante Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto durch die Bayer AG muss nach Ansicht der Grünen-Europaabgeordneten Martin Häusling und Sven Giegold verhindert werden.

In einem gemeinsamen Brief an EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sowie den Präsidenten des Bundeskartellamts, Andreas Mundt begründen Häusling und Giegold diese Forderung mit der unzulässigen Konzentration der Macht auf dem Saatgut- und Agrarchemiemarkt.

Sollte es Bayer gelingen, Monsanto zu schlucken, würde der Leverkusener Konzern zur Nummer eins auf dem Agrarchemiemarkt aufsteigen. Zugleich wäre der deutsche Pharma- und Pflanzenschutzriesen das größte Saatgutunternehmen der Welt, so die beiden Politiker. Man brauche nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, welche Folgen dies für die bereits jetzt deutlich eingeschränkten Wettbewerbsstrukturen auf dem europäischen Agrarmarkt.

“Schon heute steuern gerade noch fünf Unternehmen 95 Prozent des europäischen Gemüsesaatgut-Sektors. Kauft Bayer Monsanto, hat der Kunde noch die Wahl zwischen vier Erzeugern“, so Häusling. Er befürchtet, dass die Konzerne die Saatgutvielfalt noch stärker beschränken. Damit könnten sie kontrollieren, „was auf unseren Feldern und in unseren Gärten noch wachsen darf“. Auch die Vermarktung von Koppelungsprodukten könnte sich nach Ansicht des agrarpolitischer Sprechers der Grünen/EFA vereinfachen, „wenn etwa Saatgut aus der Filiale Monsanto zu Spritzmitteln der Mutter Bayer passt und beides dann im Paket verkauft wird“. Giegold, finanzpolitischer Sprecher der Grünen/ EFA im Europäischen Parlament, sieht Wettbewerbskommissarin Vestager in der Pflicht. Sie müsse die geplante Übernahme kritisch nach den Kriterien des europäischen Wettbewerbsrechts prüfen.

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