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Greta-Effekt: Bio-Branche boomt

von Redaktion (Kommentare: 1)


Volle Kisten, viele Kunden: Bio boomt! © Dragana Gordic / shutterstock

Der Naturkostgroßhandel hat seinen Umsatz im Jahr 2019 deutlich gesteigert. Laut Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) haben der Greta-Effekt und das gesteigerte Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeit einen positiven Einfluss auf die Marktentwicklung.

Der deutsche Naturkostgroßhandel steigerte seinen Umsatz um rund acht Prozent von knapp 1,78 Milliarden Euro (2018) auf gut 1,92 Milliarden Euro (2019). Alle Monate schlossen laut BNN mit einem Umsatzgewinn ab. Das 1. Halbjahr sei traditionell das wachstumsstärkere – diesmal sei es umgekehrt gewesen: Im 2. Halbjahr 2019 ist die Umsatzentwicklung mit 7,92 Prozent deutlich höher ausgefallen als nach dem 1. Halbjahr zu erwarten war.

Für den Facheinzelhandel lasse sich daraus ein Umsatzplus von 8,67 Prozent und ein Gesamtumsatz von 3,76 Milliarden Euro hochrechnen (2018: 3,46 Mrd. Euro).

Umsatzententwicklung im Naturkost-Großhandel in Euro und Prozent. Quelle BNN Martina Puchalla Zitrusblau

Viel mediale Aufmerksamkeit für nachhaltigen Konsum

„Die Entwicklung der Umsatzzahlen im Verlauf des Jahres spiegelt die wachsende Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf der gesellschaftspolitischen Agenda. Mit Fridays for Future, zwei globalen Klimastreiks und viel medialer Aufmerksamkeit ist das Thema nachhaltiger Konsum in der zweiten Jahreshälfte viel stärker bei Verbraucherinnen und Verbrauchern angekommen“, kommentiert Kathrin Jäckel, BNN-Geschäftsführerin Kommunikation und Markt, die Entwicklung im Jahr 2019.

Mehr Bons und höhere Bonbeträge

Der Naturkostfachhandel habe 2019 neue Kunden gewonnen und zugleich pro Kunde mehr Naturkost und Naturwaren verkauft als 2018. Messen lasse sich das mittels Auswertung der Bons. Auch 2018 habe der Betrag pro Bon höher als 2017 gelegen, allerdings sei die Anzahl der Bons nicht gestiegen. Für 2019 gelte: Mehr Bons pro Tag und ein deutlicher Anstieg der Bonbeträge – wiederum besonders im 2. Halbjahr. „Die Öffnung des Lebensmitteleinzelhandels für Verbandsware hat die Lage für den Fachhandel fundamental verändert. Trotzdem zeichnet sich eine positive Entwicklung ab und der Umsatz der Branche steigt“, sagt Jäckel.

Kampagne „Öko statt Ego“ für Kundenbindung und Neukunden-Gewinnung

Den Erfolg des Naturkostfachhandels sieht der BNN darin, dass er „authentisch und glaubwürdig sein konsequentes und beständiges Engagement für ökologische Lebensmittel und die dahinterstehende Wirtschaft“ vermittelt. „So kann er auch in Zeiten starker Konkurrenz auf Kundinnen und Kunden zählen, für die Nachhaltigkeit nicht nur ein Trend ist, sondern ebenfalls Ausdruck einer Haltung. Diese besondere Kundenbindung und das Gewinnen neuer Kundinnen und Kunden fördert die Branche aktuell mit der Kampagne ‚Öko statt Ego‘, die zu einem bewussten und ökologisch- nachhaltigen Konsum aufruft.“

Lesen Sie auch: „Öko statt Ego“ – Stimmen zur Kampagne

Umsatzentwicklung Naturkost-Großhandel © BNN Martina Puchalla Zitrusblau

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Kommentar von ausserer oskar |

Sobald Lebensmittel wieder ihre richtige Wertschätzung erlangen, wird der Preis eine untergeordnete Rolle spielen und die chemiefreien Lebensmittel (Bio) werden noch begehrter.


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