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Glyphosat: Pflanzenschutz-Expertin warnt vor Risiken

von Redaktion (Kommentare: 0)


© Maciej Zych – Fotolia.com

Die erlaubten Rückstandswerte von Glyphosat müssen überarbeitet werden. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Maria Finckh, Agrarwissenschaftlerin an der Universität Kassel.

Gemeinsam mit Medizinern, Mikrobiologen und Agrarwissenschaftlern aus China und den USA wertete Finckh rund 220 Studien zu Glyphosat aus. „Die erlaubten Rückstände berücksichtigen entweder nicht alle Wege, die zur Einwirkung des Pflanzenschutzmittels führen, oder sie beziehen in vielen Fällen die Risiken nicht ausreichend ein“, erläutert Finckh in einer Pressemitteilung der Universität.

Die Meta-Studie von Finckhs Team fasst Erkenntnisse darüber zusammen, wie sich Glyphosat und sein Abbauprodukt AMPA (aminomethylphosphonic acid) auf die Umwelt sowie auf die pflanzliche, tierische und menschliche Gesundheit auswirken. Laut Finckhs Studie stellten einige Untersuchungen Zusammenhänge zwischen chronischem Botulismus (Fleischvergiftung) bei Tieren und Glyphosat im Futter her. Viele Pflanzenkrankheiten würden darin ebenfalls  mit Glyphosat in Verbindung gebracht. „Das ist in den Studien alles sehr plausibel dargelegt und muss dringend genauer untersucht werden“, so Finckh. Näher betrachtet werden müssten ihrer Meinung nach auch der Zusammenhang von Glyphosat und möglichen Kreuzresistenzen bei Mikroorganismen gegen verschiedene Antibiotika-Klassen; ebenso die Auswirkungen von Glyphosat und AMPA auf Botenstoffe, die für die Reizübertragung zwischen Nervenzellen zuständig sind.

Über die Expertin

Prof. Dr. Maria Finckh leitet an der Universität Kassel das Fachgebiet Ökologischer Pflanzenschutz. Sie beteiligte sich bereits an mehreren großen deutschen und EU-finanzierten Forschungsprojekten zu Pflanzenschutz und Bodenfruchtbarkeit

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