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Fachhandelstreue: Spielberger Mühle fordert Umdenken

von Redaktion (Kommentare: 3)


Angesichts der zunehmenden Zahl an Bio-Herstellern, die ihre Produkte auch im LEH anbieten, fordert die Spielberger Mühle die Branche zum Umdenken auf. Dies sei notwendig, um die Zukunft des Fachhandels zu sichern, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Doch nicht nur Hersteller sollten sich klarer zu ihrem Vertriebsweg positionieren. Auch der Fachhandel müsse seine Sortimentsentscheidungen stärker an markenpolitischen Kriterien ausrichten. „Der Bio-Fachhandel wird vor allem von einem unverwechselbaren Profil profitieren, weniger von der marktübergreifenden Bekanntheit einzelner Marken“, so Geschäftsführer Volkmar Spielberger.

Die Spielberger Mühle hatte sich 2014 als bisher einziger Hersteller in der Bio-Branche durch einen selektiven Vertriebsvertrag verbindlich verpflichtet, ihre Produkte ausschließlich über den Bio-Fachhandel zu vertreiben. „Unsere Zukunft ist dadurch eng mit der des Fachhandels verbunden“, betont Volkmar Spielberger. Inzwischen sei dieser Vertriebsvertrag von allen Großhändlern in Deutschland unterzeichnet worden.

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Kommentar von Karla |

Gut so! Diese Wahl von Spielberger ist sehr mutig und, aus meiner Sicht, völlig richtig. Das ist das, was ich mich seit geraumer Zeit auch schon frage: wo sind die Werte und alten Ideale der Begründer/Wegbereiter der Ökö-Bewegung hin? Geht es hier mittlerweile auch nur noch um Geld? Sind die einstigen Ideale über den Haufen geworfen? Ist das schon Verrat an der eigenen Branche? Die Wahl von Spielberger ist mehr als fair, denn die Ökö-Bewegung hat genau das Verhalten der Supermärkte boykottiert. Und wie sehen die Märkte heute aus, was bieten sie alles an.....???
Ich gratuliere der Firma Spielberger, einer der alten Hasen, zu ihrer Wahl.

Kommentar von Georg Kaiser, BIO COMPANY |

Spätestens jetzt ist der Schuss angekommen. Provamel und Davert bei DM, und wie man hört; sollen noch einige - dann ehemalig - fachhandelstreue Marken bei DM, EDEKA und Co. einwandern.
Das nagt an einer wesentlichen Säule des Naturkostfachhandels. Wir müssen jetzt reagieren und den verbliebenen Marken den Rücken stärken, damit unser Pflänzchen nicht eingeht bevor es richtig zu blühen anfängt. Vielen Dank an Spielberger, Schrozberger, Rapunzel und Co. . Jetzt müssen aber wir ran. So schnell und so konsequent wie möglich

Kommentar von Andreas Heidenreich |

Finde ich schade. Diese strategische Entscheidung bremst die Verbreitung von Bio-Produkten in der breiten Bevölkerung. Damit nimmt man dem "gemeinen Volk" die tägliche Entscheidung im Laden um die Ecke, eben doch mal Bio-Milch oder Bio-Mehl zu kaufen statt der etwas billigeren Standardware. Und ob es ökologisch sinnvoll ist, für den Besuch im Bio-Fachmarkt ins Auto zu steigen, wenn man Bio-Produkte auch im fußläufig erreichbaren Rewe oder Edeka um die Ecke bekommt, ist fraglich.


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