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EU treibt Plastikverbot voran

von Horst Fiedler (Kommentare: 0)


Plastikmüll am Strand
Meere vor Plastikmüll zu schützen gehört zu den wichtigsten Zielen der angestrebten EU-Richtlinie. / Symbolbild © Shutterstock/Take Photo

Trinkhalme, Plastikteller und andere Wegwerfprodukte aus Kunststoff sind bald verboten. Darauf haben sich Unterhändler des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten geeinigt.

Bis eine entsprechende Richtlinie in Kraft tritt, werden noch etwa zwei Jahre vergehen. Während Einmalgeschirr, Trinkhalme, Wattestäbchen und andere Wegwerfartikel aus Plastik generell verboten werden sollen, will die EU bei Lebensmittelverpackungen und Trinkbechern ein Verbot von besseren Alternativen abhängig machen. Eine Reduktion der Mengen wird aber auf jeden angestrebt. Ziel ist, vor allem die Meere vor Plastikmüll zu schützen und die CO2-Belastung zu verringern.

Trinkhalme aus Qualitätsglas

Für Trinkhalme gibt es bereits jetzt eine nachhaltige Alternative, die gut zum Fachhandel und seinen Bio-Bistros passt: Glastrinkhalme aus Spezialglas der Schott AG, die das Berliner Start up-Unternehmen Halm herstellt. Sie kamen erst jüngst beim Bundespresseball zum Einsatz und sparten laut Hersteller 20.000 Einwegplastikstrohhalme ein. „Das Spezialglas, das wir verwenden, ist extrem stabil und einfach zu reinigen. Glas schmeckt am besten und es ist total stylisch”, sagt Hannah Cheney, die Halm zusammen mit Sebastian Müller gründete. Hinzu komme der Gesundheitsaspekt. Die mit Solarenergie hergestellten Halme seien komplett frei von Bisphenol-A und Mineralöl.

Quelle: Facebook/HALM

Idee kam bei der Strand-Reinigung

Mit einer Geschichte, die zu jeder Marke gehört, um sie stärker in den Köpfen der Konsumenten zu verankern, können die Gründer auch aufwarten „Die Idee für die Glastrinkhalme hatten wir nach einer Müllsammelaktion an einem Traumstrand in Thailand. Gefühlt jedes zweite Teil war ein Plastikstrohhalm. Als wir abends herausfanden, dass täglich weltweit mehr als drei Milliarden Plastiktrinkhalme im Müll landen, machten wir es uns zur Aufgabe, eine nachhaltige Alternative zu entwickeln.“

Quelle: Facebook/HALM

Nachhaltiges Geschenk für Silvester

Seit Juni 2017 sind die Gründer mit ihren wiederverwendbaren Trinkhalmen aus Glas am Markt. Mittlerweile seien mehr als 700 Gastronomen und unzählige Endkunden auf Halm umgestiegen. Wer zum Abbau des Plastiktrinkhalmmülls beitragen will, kann die Glastrinkhalme gleich bei seiner Silvester-Party einsetzen oder als nachhaltiges Geschenk für die Gastgeber mitbringen. Im Online-Shop können Sets mit Reinigungsbürste ab rund 18 Euro erworben werden. Gastro-Betriebe, zu denen auch Bio-Bistros gehören, erhalten kostenlose Probesets.

Quelle: Facebook/Halm

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