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EU-Staaten und Europol stoßen auf möglichen Bio-Betrug in Spanien

von Leo Frühschütz (Kommentare: 0)


Gemüse
90.000 Tonnen Bio-Lebensmittel wurden im Rahmen einer weltweiten Untersuchung zu Lebensmittelbetrügereien überprüft. Symbolbild © Pixabay/Free-Photos

Die spanische Guardia Civil hat neun Personen wegen Lebensmittelbetrugs festgenommen. Sie sollen konventionelle pflanzliche Erzeugnisse als Bio-Ware verkauft haben.

Aufgeflogen waren die mutmaßlichen Bio-Betrüger im Rahmen der weltweiten Operation Opson VIII. Unter dem Namen OPSON veranstalten Interpol und Europol regelmäßig groß angelegte Untersuchungen zu Lebensmittelbetrügereien, an denen sich Dutzende von Staaten beteiligen. Erstmals waren auch Bio-Lebensmittel ein Thema für Opson.

470 Tonnen Gemüse sichergestellt

Dabei wurden laut Europol 90.000 Tonnen Bio-Lebensmittel überprüft. Die taz berichtete, dass dabei rund 470 Tonnen Gemüse aus konventioneller oder Umstellungsproduktion sichergestellt worden seien. „Die Kunden waren laut Europol meist aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Dänemark“, schrieb die taz. Im Zentrum der Ermittlungen habe eine Firma gestanden, die große Mengen von Gurken und Paprika vermarktet habe. Die Zeitung sprach von einem „großen Bio-Betrug“. Allerdings äußerten sich sowohl Europol als auch die EU-Konmmission nur sehr allgemein zum Thema Bio-Betrug, zusammenfassende Zahlen oder weitere Ergebnisse zu den Bio-Ermittlungen im Rahmen von Opson gab es nicht.

Das dürfte daran liegen, dass im Rahmen von Opson zahlreiche andere Lebensmittelbetrügereien betrachtet wurden. Eines davon waren Arabica-Kaffees, denen billige Robusta-Themen untergemischt wurden. Darüber berichtete das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ausführlich.

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