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EU-Budget: Weichen auf Öko stellen

von Redaktion (Kommentare: 0)


Die Staatschefs der Europäischen Union haben am 23. Februar begonnen, auf einem Sondergipfel in Brüssel über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU für die Zeit nach 2020 zu debattieren. Bisher fließt ein Großteil des Haushalts in Agrar- und Strukturhilfen.

Aus Sicht des BÖLW und der IFOAM EU muss bei den Verhandlungen  zum mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der EU der Öko-Landwirtschafts- und Ernährungssektor zu den Prioritäten gehören – auch um die gesetzten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Die IFOAM EU hatte  einen offenen Brief an den Präsidenten des Europäischen Rates, Donald Tusk, geschrieben: „Wie die EU das gemeinsame Steuergeld im Agrarbereich nach 2020 verteilt, wird darüber entscheiden, ob die Klimakrise bekämpft, das Artensterben gestoppt und die ländlichen Räume gestärkt werden.

Jan Plagge, Vorstand des Bio-Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und Vize-Präsident der IFOAM EU kommentiert: „Bei den Verhandlungen um den MFR muss die Bundesregierung in Brüssel darauf dringen, dass Bio höchste Priorität eingeräumt wird, wenn es um die Gestaltung der Landwirtschaft in Europa geht.“

Für ein wirklich nachhaltiges Landwirtschafts- und Ernährungssystem müsse  die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2020 darauf ausgerichtet werden, öffentliches Geld nur noch in öffentliche Leistungen zu investieren. Bauern sollten dann unterstützt werden, wenn sie ihre Tiere auf die Weide lassen, Insekten und Vögeln Raum zum Leben bieten oder Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Bio verlange viel Know-How. Entscheidend ist daher auch, dass die Öko-Forschung weiter vorangebracht werde. „Nur wenn dauerhaft mindestens 20 % des Forschungsbudgets in die Öko- Forschung fließen, kann das große Potential von Bio entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgeschöpft werden. Die GAP birgt ein enormes Potential um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Doch nur der Umbau der Agrarpolitik mit dem Ziel des Klima-, Tier- und Artenschutzes und der Stärkung der Regionen rechtfertigt das hohe Agrar-Budget im EU-Haushal, so Plagge.


Stichworte:

Europa

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