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Der Goldene Windbeutel ist vergeben

von Redaktion (Kommentare: 0)


Goldener Windbeutel - Preis für die dreisteste Werbelüge
Die Kandidaten für den Goldenen Windbeutel: Erbsen-Eintopf der Edeka-Eigenmarke Gut & Günstig, Corny Milch Classic, Heinz Kids Tomato Ketchup, Glaceau Smart Water, Dennree Bratöl Olive. © Foodwatch

Die dreisteste Werbelüge des Jahres kommt nicht aus der Bio-Branche, sondern geht an Coca Colas "Smartwater". So haben die rund 70.000 Teilnehmer entschieden, die ihre Stimme bei der Wahl zum Goldenen Windbeutel 2018 abgegeben hatten.

Die Kritik: Anders als von Coca-Cola suggeriert, ist das „Smartwater“ nicht besser als herkömmliches Mineralwasser – kostet aber bis zu siebenmal mehr.

Verbraucher schlugen Dennrees Bratöl Olive vor

Die Verbraucherorganisation foodwatch hat den Goldenen Windbeutel zum achten Mal vergeben. Erstmals konnten Verbraucher auf der foodwatch-Beschwerdeplattform schummelmelder.de Kandidaten vorschlagen. Die Produkte von Heinz, Schwartau, Dennree und Edeka waren Vorschläge von Usern. Das „Smartwater“ von Coca-Cola hatte foodwatch nominiert.

Dennrees Bratöl Olive bekam 13,5 % der Stimmen (Platz 4). Kritisert wurde, der Produktname „Bratöl Olive“ und dass der Bio-Pionier von „reinem Genuss“ spricht, obwohl das Öl zur Hälfte aus Sonnenblumenöl besteht. "Mit den großen Abbildungen von Oliven auf der edlen Glasflasche lässt Dennree das Öl aber wie ein reines Olivenöl aussehen", so foodwatch.

Goldener Windbeutel 2018 – Die Ergenbisse

  1. Glacéau Smartwater von Coca-Cola (21.235 Stimmen, entspricht 30,5 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen)
  2. Kids Tomato Ketchup von Heinz (19.547 Stimmen, 28,1 Prozent)
  3. Corny Milch von Schwartau (10.889 Stimmen, 15,6 Prozent)
  4. Bratöl Olive von Dennree (9.398 Stimmen, 13,5 Prozent)
  5. Erbseneintopf Gut und Günstig von Edeka (8.546 Stimmen, 12,3 Prozent)

 

Hintergrund: Goldener Windbeutel von foodwatch

Mit der Online-Abstimmung zum Goldenen Windbeutel will foodwatch auf legale Täuschung im Lebensmittelbereich aufmerksam machen und bessere gesetzliche Kennzeichnungsregeln erwirken. Die Verbraucherorganisation fordert unter anderem eine verständliche Nährwert-Ampel, ein Verbot irreführender Gesundheitswerbung sowie realistische Produktabbildungen und -bezeichnungen.

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