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Corona bestimmt Arbeitsalltag der Bio-Branche

von Redaktion (Kommentare: 2)


Corona-Virus © creativeneko / shutterstock

Die Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus möglichst gering halten und dennoch alle Aufgaben erledigen - das ist derzeit die große Herausforderung in allen Betrieben. Was bio verlag, Naturata und Bio Company bereits in Angriff genommen haben, um diesem Anspruch gerecht zu werden.

Die Verantwortlichen im bio verlag haben sich zunächst mit einem Arbeitssicherheitsexperten und dem Betriebsarzt zusammengesetzt, um eine Strategie über die einfachen Vorsichtsmaßnahmen (Hände waschen, Abstand halten, auf Betriebsversammlungen verzichten) hinaus zu entwickeln. Im Wesentlichen sind es zehn Regeln, die jetzt zusätzlich beachtet werden müssen:

  1. Dienstreisen werden abgesagt. Sollte aus wirtschaftlichen Gründen ein externer Termin unerlässlich sein, muss dieser Fall vorher mit dem jeweiligen Geschäftsleiter/in besprochen werden.

  2. Termine mit externen Dienstleistern/Beratern/Trainern müssen abgesagt werden, da die Kontaktkette der Person/en nicht überprüft werden kann. Die Ausnahme gilt für die Reinigungskraft, ohne die Hygienemaßnahmen nicht umgesetzt werden könnten und für Dienstleister, die aufgrund eines Notfalls in den Verlag kommen müssen (z.B. Stromausfall, Alarmanlage, EDV).

  3. Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind zu vermeiden: Bus, Bahn, Flugzeug. Der Wechsel auf das Auto / Fahrgemeinschaften wird empfohlen. Sollte das nicht möglich sein, sind Schutzmaßnahmen zu ergreifen, z.B. Mundschutz tragen.

  4. Es finden keine Besprechungen mit großer Teilnehmerzahl statt, wenn der Mindestabstand von einem Meter zwischen den Personen nicht eingehalten werden kann.

  5. Maximal dürfen bei internen Besprechungen und Arbeitstreffen 5 Personen teilnehmen.

  6. Ab kommender Woche wird die Hälfte der Mitarbeiter/innen im Mobile Office arbeiten. Nach einem im Bereich festgelegten Zeitraum wird gewechselt, die vorher im Verlag tätigen Kollegen/innen gehen ins Mobile Office, die anderen kommen in den Verlag. Aus rechtlichen Gründen wird von Mobile Office und nicht von Home Office gesprochen. In der Kürze der Zeit können die festgelegten Kriterien für einen Home Office-Arbeitsplatz nicht überprüft werden. Das Mobile Office kann überall und jederzeit eingerichtet sein, wesentlich ist nur, dass die Arbeiten erledigt werden können.

  7. Die Administratoren arbeiten mit großem Einsatz daran, um für alle Mitarbeiter/innen das Arbeiten außerhalb des Verlags möglich zu machen. Dazu wird die Hardware aufgerüstet und Möglichkeiten für Telefonkonferenzen geprüft.
     
  8. Mitarbeiter mit Erkältungssymptomen bleiben dem Verlag fern und melden sich krank oder arbeiten von zu Hause, sofern es der Gesundheitszustand zulässt.

  9.  Krankmeldungen vom Arzt können ab sofort auch telefonisch beantragt werden. Diese Möglichkeit soll im Bedarfsfall genutzt werden, wenn keine schwerwiegende Erkrankung vorliegt oder abgeklärt werden muss.

  10. In allen Toiletten und am Empfang stehen Desinfektionsmittel zur Verfügung. Der erste wichtige Schritt ist jedoch das sorgfältige und regelmäßige (stündliche) Händewaschen. Die Reinigungskraft reinigt zudem täglich alle Tür- und Fenstergriffe, sowie die Handläufe.

Naturata: Vereinbarte Termine vorsorglich verschoben

„Bei Naturata spüren wir die Auswirkungen von Corona deutlich: Vereinbarte Termine mit Externen werden vorsorglich verschoben, Messen werden abgesagt und auch wir haben einige Maßnahmen definiert, um die Mitarbeiterschaft zu schützen. So sind etwa Dienstreisen in Risikogebiete gestrichen. Eine drohende Quarantäne bei einem positiven Testergebnis einer Kollegin oder eines Kollegen würde das Unternehmen für zwei Wochen lahm legen. Auch dafür haben wir Maßnahmen ergriffen, um den Geschäftsbetrieb sicher zu stellen“, berichtet Naturata-Vorständin Liane Maxion.

Bio Company: Mitarbeiter geschult, Desinfektionsmittelspender aufgestellt

„Personell sind wir sehr gut aufgestellt, da wir gerade zu Beginn des Jahres viele Neueinstellungen hatten und Leerstellen gut besetzen konnten. Unsere Mitarbeiter/innen sind geschult und nochmal mehr sensibilisiert worden für Hygiene-Themen. Sollte sich die Lage verschärfen, gibt es weitere Notfallpläne. Für unsere Kunden haben wir in allen Märkten Spender mit Desinfektionsmitteln aufgestellt“, meldet Bio Company-Geschäftsführer Georg Kaiser.

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Kommentar von Elke Handke |

Guten Morgen, anders als in einigen anderen Lebensmittelläden scheinen mir die MitarbeiterInnen an der Kasse von Bio Company kaumgeschützt.
Keine Markierungen um auf Abstand zu halten, kein Mundschutz, keine Abtrennung der KassiererInnen,
keine Desinfektion der Einkaufswagen, das Desinfektionsmittel für die Hände erst nach langen Suchen zu finden...
Wie wollen Sie ihre Mitarbeiter besser schützen?
Mit freundlichen Grüßen
Elke Handke

Kommentar von Imke Sturm |

Liebe Frau Handke,
vermutlich waren Sie 1-2 Tage früher im Laden, die Maßnahmen wurden sukzessive umgesetzt und sind mittlerweile in allen Filialen vollständig realisiert worden. Es gibt Abstandsmarkierungen auf den Böden, zusätzlich gibt es eine Einlasskontrollen, um die Anzahl der gleichzeitig im Markt befindlichen Personen zu reduzieren. Die Mitarbeiter sind mit Mundschutz, Desinfektionsmitteln und Handschuhen ausgestattet. Zusätzlich wurden Plexiglaswände als Spuckschutz installiert. Die Einkaufswagen, Körbe, etc. werden in allen Filialen kontinuierlich desinfiziert. Aushänge gleich am Eingang auf verweisen zudem auf Desinfektionsmittelspender für Kund*innen sowie auf die Abstandsregelungen und Nies- und Hustenetikette.
Näheres finden Sie auch hier: https://www.biocompany.de/neuigkeiten/hinweise.html
Ich hoffe, dies konnte Ihnen weiterhelfen.
Herzliche Grüße
Imke Sturm


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